Lofoten Norwegen | Reine

In 25 Bildern über die Lofoten (Norwegen)

Die Lofoten sind ein Reiseziel, von dem die meisten Menschen wahrscheinlich noch nie gehört haben. Es gibt dort keine großen Hotelketten, keinen All Inclusive Urlaub, keine Touristenbespaßung. Und das obwohl die Lofoten alles haben, was man sich nur wünschen kann: Berge, türkisfarbenes Meer, helle Sandstrände, im Winter Schnee bei milden Temperaturen, im Sommer Sonne (und manchmal sogar Badewetter). Sowohl im Sommer als auch im Winter kann man auf den Lofoten mit der Mitternachtssonne, der wochenlangen Dunkelheit der Polarnacht und den Polarlichtern einzigartige Naturphänomene erleben, die man sonst nicht einfach so sieht. Die komplette Landschaft ist schlicht von einem anderen Stern.
Und genau das ist es, was uns so angezogen hat: Das Besondere. Hier gibt es nicht nur eine Sache zu bestaunen, sondern gleich ein ganzes Potpourri an Besonderheiten.

Wo liegt dieser verrückte Ort nun? Wir verraten es Euch: Quasi um die Ecke. Die Lofoten sind eine Inselgruppe im Norden Norwegens und durch den Einfluss des Golfstroms ist das Klima dort das ganze Jahr über im Gegensatz zum norwegischen Festland und Landesinneren relativ mild. Die Inseln liegen ca. 200km über dem Polarkreis, somit kann man in den Wintermonaten (ungefähr zwischen Oktober und März) bei entsprechendem Wetter Polarlichter sehen. Die einzelnen Inseln sind durch Brücken und Tunnel miteinander verbunden und hinter jeder neuen Kurve eröffnet sich ein Panorama, das Euch den Atem stocken lässt. Nicht ohne Grund sind die Lofoten der Traum jedes Landschaftsfotografen.

Nun sind wir beide sicher keine passionierten Landschaftsfotografen, trotzdem haben uns die Bilder der Lofoten derart begeistert, dass wir unsere Siebensachen gepackt und dieses Fleckchen Erde gut eine Woche lang erkundet haben. Mit nach Hause gebracht haben wir steif gefrorene Finger, schlammverdreckte Skihosen, eine bei Kälte zickige GoPro (wer kann es ihr verübeln), einen dicken Schnupfen, strahlende Gesichter, eine Milliarde Bilder und die Erkenntnis, dass wir das erste Mal in unserem Leben echte Polarlichter gesehen haben. Fuck yeah. Und vielleicht sind wir sogar ein klein wenig zu Landschaftsfotografen geworden.

Bevor wir Euch in den nächsten Wochen die Lofoten ausführlich vorstellen, möchten wir einfach gerne erst einmal Bilder sprechen lassen. Wer uns bei Instagram oder Facebook folgt, hat schon ein paar Eindrücke bekommen – die volle Lofoten-Dröhnung gibt es nun hier. Kommt mit uns…

In 25 Bildern über die Lofoten!

Lofoten Sehenswürdigkeiten: Strand von Uttakleiv

Uttakleiv Lofoten

Uttakleiv Lofoten

Haukland Lofoten

Auf den Fotos oben seht Ihr Uttakleiv und Haukland. Die beiden Orte gehören zu den beliebtesten Spots auf den Lofoten. Sie liegen relativ nah beieinander und beide Orte haben wunderbare Strände. Der breite, weiße Strand von Haukland wurde sogar 2007(?) zum schönsten Strand der Welt gekürt (wo wir allerdings entschieden widersprechen und an den Eagle Beach auf Aruba erinnern müssen).

Auch der Strand von Unstad und der Rørvik White Sand Beach geben wunderbare Fotomotive durch die Steine im Vordergrund ab.

Strand von Unstad Lofoten

Rorvik White Sand Beach Lofoten

Der Strand von Ramberg war der weitläufigste und größte Strand, den wir auf den Lofoten entdeckt haben. Weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, im Hintergrund die schneebedeckten Berge. Wir haben uns gewundert, weshalb uns dieser -wie wir finden wirklich schöne- Strand in keiner ‘Die schönsten Strände der Lofoten’-Liste begegnet ist und haben eine Ahnung: Er ist nicht ganz so unberührt wie die anderen Strände, denn er liegt wirklich angrenzend am Ort Ramberg. Drumherum findet sich auch ein wenig Industrie, was die Kulisse natürlich etwas stört. Dennoch: Für uns einer der schönsten Strände auf den Lofoten.

Strand von Ramberg | Lofoten

Ramberg Lofoten

Der Strand von Flakstad ist abends ein beliebter Fotospot zum Fotografieren von Polarlichtern. Der Strand ist umgeben von Bergen, wodurch sich ein tolles Fotomotiv ergibt. Wir hatten gleich an unserem zweiten Abend auf den Lofoten riesiges Glück und haben unsere ersten Polarlichter am Flakstad Beach erwischt.

Strand von Flakstad

Polarlichter Lofoten

Nordlicht auf den Lofoten

Ansonsten verbirgt sich tatsächlich hinter beinahe jeder Kurve entlang der E10 (die Europastraße E10, die über die komplette Inselgruppe der Lofoten führt) ein neues Fotomotiv, das einen einfach nur sofort panisch einen Parkplatz suchen und aus dem Auto springen lässt (das Fotomotiv könnte ja weglaufen…also Berge, Wasser, Häuser, Steine…die rennen recht flott, weiß man ja). Seht selbst:

Spiegelung der Berge | Lofoten

Sonnenuntergang bei Henningsvaer | Lofoten

Hovsund | Lofoten

Leuchtturm von Hovsund | Lofoten

Haus am See | Lofoten

Fjord Lofoten

Lofoten Norwegen

Sonnenuntergang auf den Lofoten

Besonders ganz im Südwesten der Lofoten wird die E10 immer schmaler und schlängelt sich durch die näher rückenden Berge und kleinen Fischerorte bis sie schließlich in Å i Lofoten endet. Ganz dort unten stehen auch vermehrt die berühmten Rorbuer, also die kleinen Fischerhäuschen in bunten Farben direkt am Wasser. Viele davon werden inzwischen als Unterkunft an Touristen vermietet. Die schönsten Fischerorte sind ohne Zweifel Sakrisøy, Hamnøy und Reine.

Sakrisoy Lofoten

Reine | Lofoten

Wer so bekloppt ist, auch im Winter wandern gehen zu wollen, der sollte in dieser Jahreszeit wegen der großen Rutschgefahr die bekannte Wanderung auf den Reinebringen bei Reine lieber auslassen. Stattdessen gibt es über den Berg Ryten eine Wanderung, die Euch mit einem der spektakulärsten Blicke über die Lofoten belohnen wird: Am Ziel angekommen könnt ihr den karibisch blauen Strand von Kvalvika bestaunen – ein Strand, der nur per Wanderung erreicht werden kann.

Blick auf die Bucht von Kvalvika, Lofoten

Wanderung Ryten Lofoten

Kvalvika Strand Lofoten

Na, sieht das alles unfassbar aus oder sieht das unfassbar aus? Wir hoffen, dass wir zumindest die Fotofgrafiebegeisterten unter Euch ein wenig inspirieren konnten, die Lofoten in Norwegen auf ihre Liste zu setzen. Es lohnt sich so sehr! In den nächsten Wochen gibt es nach und nach noch mehr Eindrücke und Reisetipps.

Ganz tolle Eindrücke findet Ihr übrigens auch bei den Blogger-Kollegen von Colors of the World und Phototravellers, die mit ihren tollen Bildern nicht ganz unbeteiligt daran waren, dass wir überhaupt auf die Lofoten gereist sind. Vielen Dank dafür! 😉

 

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32 comments
  1. Unglaubliche Bilder! Wenn diese Fotos keine Lust auf die Lofoten machen … Uns auf jeden Fall. Wir brauchten noch einen letzten kleinen Anstoß, den wir jetzt bekommen haben. Damit steht unser Reiseziel für den Sommer fest. Danke! Ihr habt uns die Entscheidung leicht gemacht.
    Freue mich auf weitere Berichte und möchte noch ganz viele Fotos sehen.
    Liebe Grüße
    Frauke

    1. Ach wie cool, das freut mich! Und ich bin schon sehr gespannt auf Sommer-Bilder von den Lofoten, da sieht es bestimmt ganz anders aus dort 🙂 Liebe Grüße

  2. Wow unfassbare Bilder. Da fühlen wir uns gleich wieder in den Urlaub zurück versetzt. Die Lofoten sind der totale Wahnsinn. Aber jetzt genießen wir erstmal Prag.

    Fühlt euch gedrückt und danke für die Erwähnung!

    1. Wie lieb von euch, danke 🙂 Habt eine gute Zeit in Prag! (Wir waren dort im November und die Stadt ist echt ein Traum. Geht unbedingt mal ganz früh morgens zur Karlsbrücke, ja?)

  3. Hey ihr zwei…
    Toller Bericht, und auch von mir natürlich ein Dankeschön für die Erwähnung. Eure Bilder sind der Hammer und machen mich ganz neidisch, weil ich die Lofoten auch gern nochmal im Winter ablichten würde. 🙂
    Es gibt nur eine Sache, bei der ich euch widersprechen muss… (Auch wenn das natürlich sehr subjektiv ist). Der Eagle Beach ist nicht der schönste Strand, nicht mal auf Aruba. 😀

    Nichts desto trotz, wenn ich euren Artikel lese kommt es mir vor, als würde ich wieder am Haukland stehen. 😉
    In dem Sinne.
    Gruß
    Alex

    1. Hi Alex, dankeschön. Das freut mich natürlich zu hören, gerade weil du ja selbst vom Fotografieren doch etwas Ahnung hast und selbst mit ganz tollen Fotos vorgelegt hast 😉
      Dass ihr den Eagle Beach nicht so dolle fandet, weiß ich ja…aber da bin ich vollkommen beratungsrestistent :p

      Lieben Gruß

  4. Wow, toll! Meine Eltern haben sich auf den Lofoten verlobt, allerdings im Sommer. Eure Winterbilder sehen jedoch auch super aus!

  5. Hallo Katrin,
    das sind ja traumhafte Bilder! Die habt Ihr super eingefangen. Und die Nordlichter sind ein Traum! (und nicht einfach zu fotografieren…). Wirklich schön.
    Ich war übrigens mal im Sommer dort und fand es nicht wirklich warm… 😉
    Barbara

    1. Wie warm war es denn da? Unsere Vermieterin hat behauptet, dass es im Sommer nicht kühl sei…aber Lokalpatriotismus lässt einen gelegentlich mal die Realität verkennen, das wissen wir ja alle :p

  6. Hey Katrin,
    wie auch alle anderen bereits gesagt haben, sind deine Bilder einfach wahnsehnig schön. Du hast echt eine tolle Kamera!!! Einmal die Nordlichter sehen steht auf meiner To-Do Liste. Und dank deines Berichtesm klettert dieser Punkt auf der Liste nach oben 🙂
    LG Regina

    1. Hi Regina, danke dir 🙂 Aber ich muss dich enttäuschen, eine gute Kamera allein macht noch keine guten Bilder. Da steckt tatsächlich ein wenig Arbeit drin, die die Kamera nicht übernehmen kann 😉
      Liebe Grüße

  7. Oh wow! Eine absolut traumhafte Landschaft und großartig in Bildern festgehalten!!! Die Lofoten stehen sowas von auf meiner Wunschliste und dann noch in Kombination mit Nordlichtern… ein Traum!

  8. Ich wusste zwar, wo die Lofoten liegen, aber hatte sie so gar nicht auf dem Zettel. Ihr habt sie grade zielsicher in meine Bucketlist katapultiert 🙂 Eure Fotos sind einfach WOW und auch sonst klingt alles, was ihr da erzählt, sehr verlockend. Jetzt wüsste ich nur noch gerne: Welches Budget braucht man denn dort, so ungefähr? Kann ich einfach drauf los fahren und mir spontan Unterkünfte suchen? Und was mich als Foodie natürlich besonders interessiert: Was isst man denn so auf den Lofoten?

    1. Hi Julia, zu dem Thema schreiben wir auch noch was demnächst, aber schonmal vorweg: Die Unterkünfte sind nicht extrem teuer, man findet bei AirBnB wirklich viele niedliche Häuschen für deutlich unter 100€/Nacht. Vom spontanen Rumreisen würde ich abraten, denn die Lofoten sind insgesamt doch vergleichsweise leer…Hotels haben wir z.B. fast gar keine gesehen. Aber alle paar Tage die Unterkunft wechseln und die nächste Etappe abfahren macht schon Sinn, ich würde aber alles vorher buchen. Ansonsten kommt es bzgl. Kosten darauf an wie man anreist, denn da gibt es gefühlt eine Million Varianten. Wir haben uns für Flug + Mietwagen entschieden, aus Kostengründen sind wir über Schweden angereist (Flug und Mietwagen waren günstiger via Schweden). Essen: Da es nicht viele Hotels gibt und auch Restaurants eher rar gesät sind, läuft es auf Selbstverpflegung hinaus. Fast Food (was ja eine günstige Versorgungsmöglichket ist) gibt es dort z.B. gar nicht.

  9. Gut, dass euch die Fotomotive nicht wirklich weggelaufen sind, sonst hätte ich jetzt nicht gerade totales Fernweh nach den Lofoten! Wie unfassbar schön ist das denn bitte?! Die Fotos sind der abosulte Wahnsinn! Ich bin total begeistert und wenn es nur halb so schön dort ist, dann muss ich dahin!
    Liebe Grüße 🙂

  10. Hey ihr zwei,
    ich schließe mit Kuno an und bin total hin und weg von euren Fotos. Der Hammer! Wie ihr eingangs schreibt, sieht die Region gänzlich unberührt aus. Eine landschaftliche Naturschönheit! Es macht richtig Lust, dahin zu reisen. Ich mag solche Orte, weit weg vom Massentourismus und in denen man wirklich die Seele baumeln lassen und einen abschalten kann vom Alltag.

    Schöne Grüße,
    Stefanie

  11. Hallo Katrin,
    obwohl ich eine totale Frostbeule bin, rutschen die Lofoten auf meiner Reisewunschliste immer weiter nach oben. Deine Bilder sind einfach der Hammer – bei der Kulisse kann man nur zum begeisterten Landschaftsfotografen werden! Alleine die Chance Polarlichter zu sehen… Bin schon sehr auf Deine weiteren Eindrücke und Reisetipps gespannt!
    Liebe Grüße
    Katharina

  12. Das ist sooooo gemein. Jetzt muss ich da auch hin. 😉 Und ihr seid Schuld, dass ich die Lofoten nun auf meine Liste setzten muss. ;-P

    Das sind ja megaaaaaaaa tolle Fotos, ein Wahnsinn. Und ja für Landschaftsfotografen wohl ein Traum. Ich muss da dringend auch mal meine Finger abfrieren lassen. 😉

    LG Daniela

  13. Liebe Katrin, Norwegen stand schon immer mal auf meiner Liste aber nie die Lofoten. Ab sofort ist sie auf meiner Bucket List. Das ist ja ein Traum – ich liebe Fotografie und diese Landschaft ist der Hammer.

    Danke dir für den tollen Tipp.

    Liebe Grüße

    Ralf

  14. Oooooooohhhhhh, ich bekomme gerade ganz großes Fernweh! Die Bilder sind ja mal der Oberknaller. Ich möchte bitte jetzt sofort auf die Lofoten 🙂
    Hat euch eine Woche für die Reise ausgereicht?
    LG Luisa

  15. Wunderschöne Eindrücke von den Lofoten! Magisch! 🙂 Wir haben die Lofoten auch im Winter zum ersten Mal besucht und sind einfach nur geflasht gewesen. Das waren 6 der abenteuerlichsten Tage unseres Lebens. Im Januar hatten wir gerade mal 5 Stunden Tageslicht – da wird erstmal klar, wie viel man doch in der Dämmerung, in der blauen Stunde und ohne Sonnenaufgang sieht. Und natürlich sind die Nordlichter ein wunderschönes Spektakel für das wir immer wieder hinfahren würden.
    Wir haben uns so sehr in der Winter dort verliebt, dass wir uns erstmal nicht trauen dorthin zu fahren, wenn im Sommer die Sonne gar nicht mehr untergeht 😀 Verrückt, oder?
    Der Haukland Beach hat es uns am meisten angetan. In Reine war die Landschaft am dramatischsten, aber leider hat uns ein fieser Sturm dort das Reisen sehr erschwert. Aber so sind die Lofoten: Unberechenbar 🙂

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