Malta Sehenswürdigkeiten

Malta: 15 wunderbare Highlights & Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen darfst

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Dieser Artikel enthält Werbung. Wie, wo, was, warum – das erfahrt ihr detailliert am Ende des Artikels.

Der kleine Mittelmeerstaat Malta südlich von Sizilien, der aus den drei bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino besteht, gehört zu den kleinsten Staaten im europäischen Raum. Man könnte meinen, dass es hier nicht besonders viel zu entdecken gibt, doch das Gegenteil ist der Fall: Die Geschichte der Inseln reicht über 6000 Jahre zurück und noch heute ist Malta geprägt von einzigartiger historischer Architektur, einem besonderen Mix aus britischer, süditalienischer und arabischer Kultur und abwechslungsreichen Landschaften mit glasklaren Stränden und beeindruckenden Steilküsten.

Nicht zuletzt hat Malta über 300 Sonnentage im Jahr – für mich Grund genug, mir endlich meinen Wunsch nach einem Malta Urlaub zu erfüllen. Ich habe insgesamt 9 Tage auf Malta verbracht und trotzdem habe ich das Gefühl, dass es noch unglaublich viel dort zu entdecken gibt und ich unbedingt wiederkommen muss. In diesem Artikel verrate ich euch die schönsten Highlights und Sehenswürdigkeiten auf Malta und ein paar Geheimtipps gibt es auch noch obendrauf. Los gehts!

Maltas Hauptstadt Valletta

Malta ist mit nur ca. 500.000 Einwohnern einer der kleinsten Staaten Europas, knapp 400.000 der Einwohner leben im Ballungszentrum der Hauptstadt Valletta. Das erscheint erst einmal recht viel, trotzdem ist es möglich das Stadtzentrum von Valletta mit all seinen Sehenswürdigkeiten innerhalb eines Tages zu Fuß zu erkunden, denn Valletta selbst hat nur knapp 6000 Einwohner. Valletta ist die kleinste Hauptstadt eines EU-Staates und gehört aufgrund ihres kulturellen Reichtums bereits seit 1980 zum UNESCO-Welterbe.

Valletta Malta
Blick auf Valletta zum Sonnenaufgang

Treibenlassen zwischen den bunten Balkonen der Altstadt

Ganz typisch für Malta und besonders für Valletta ist die Architektur, die sofort ins Auge sticht: In der kompletten Altstadt reihen sich historische Bauten und Wohnhäuser aneinander, die allesamt mit bunten Türen, Balkonen und Erkern geschmückt sind. Der Stadtkern liegt leicht erhöht, immer wieder müsst ihr breite Treppen erklimmen und die nach außen abfallenden Seitenstraßen geben den Blick auf das blau glitzernde Meer frei. Valletta ist umgeben von dicken, hohen Stadtmauern und ist eine der historisch am besten gesicherten Städte der Welt. Am besten lasst ihr euch einfach durch die Jahrhunderte alten Gassen treiben, schießt eine Million Fotos und saugt einfach die Atmosphäre dieser faszinierenden Stadt auf – dabei kommt ihr im Grunde bereits automatisch an Vallettas wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei.

Valletta Straßen
Breite Treppen, bunte Balkone, historische Stadthäuser – das ist typisch für Valletta

Die schönsten Sehenswürdigkeiten von Valletta

Wenn ihr euch nicht nur treiben lassen möchtet, sondern auch einige Sehenswürdigkeiten gezielt ansteuern und besichtigen wollt, solltet ihr eventuell einen zweiten Tag für Valletta einplanen. Hier die interessantesten Spots im Überblick:

  • Die Upper Barrakka Gardens
  • St. John’s Co-Cathedral
  • Der Großmeisterpalast
  • Fort St. Elmo
  • Das Casa Rocco Piccola
  • Das Theatru Manoel
  • Die Karmelitenkirche

Sie liegen alle fußläufig voneinander entfernt in der historischen Altstadt von Valletta. Am besten erkundet ihr Valletta bei einer privaten Tour mit einem Local Guide*, der euch wertvolle Hintergrundinfos zu allen Orten geben kann.

Hier erfahrt ihr alles zu Vallettas wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten.

Valletta Malta

Telefonzelle Malta
Die roten Telefonzellen sind ein typisches Überbleibsel der britischen Kolonialzeit auf Malta

Mein Tipp: Das Parken in Valletta ist quasi unmöglich, deswegen reist ihr am besten mit dem Bus an. Falls ihr doch mit dem Auto kommen wollt, dann parkt außerhalb von Valletta und zwar auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht im Städtchen Vittoriosa. Wenn ihr früh genug morgens da seid, bekommt ihr dort am Hafen einen Parkplatz. Von dort aus nehmt ihr rüber nach Valletta einfach ein Wassertaxi – das sind kleine Holzboote, die mich stark an die Gondeln in Venedig erinnert haben, nur mit Elektromotor. Die Fahrt kostet einfach 2€ pro Person, dauert nur 5-10 Min. und ist für sich genommen schon ein Erlebnis, das ihr nicht verpassen solltet.

Am Hafen von Valletta angekommen bringt euch nur 2 Min. Fußweg entfernt ein Aufzug für 1€ pro Person nach oben in die Upper Barrakka Gardens. Dort beginnt ihr euren Stadtrundgang. Für den Rückweg nehmt ihr wieder ein Wassertaxi, es fährt an der gleichen Stelle zurück.

Wassertaxi Valletta
Mit dem Wassertaxi zwischen Valletta und Vittoriosa gibt es eine Hafenrundfahrt für wenig Geld

Die Three Cities: Vittoriosa, Senglea & Cospicua

Als die “Three Cities” werden die drei Städte bezeichnet, die auf einer Landzunge gegenüber der südlichen Bucht von Valletta liegen: Vittoriosa, Senglea & Cospicua. Hier geht es sehr viel ruhiger zu als in Valletta, alles ist weniger überlaufen und noch ursprünglicher.

In Senglea lohnt sich der Besuch des kleinen Parks Safe Haven Gardens an der Spitze der Stadt, von dort habt ihr einen tollen Blick auf die Bucht und Valletta mit seinen dicken Stadtmauern. Vittoriosa war eines meiner persönlichen Highlights auf Malta – die malerischen Gassen mit ihren alten Häusern, die sich gegenseitig mit bunten Türen und hübschen Blumenranken übertrumpfen, sind einfach wunderschön. Wir haben dort stundenlang mit Kaffeetrinken und Fotos schießen verbracht und konnten gar nicht genug bekommen, daher folgt jetzt – sorry dafür – ein wenig Bilderspam:

Malta Highlights Vittoriosa
Die malerischen Gassen von Vittoriosa gehören zu den Top-Sehenswürdigkeiten auf Malta

Vittoriosa Malta

Vittoriosa Marktplatz
Am Marktplatz von Vittoriosa gibt es eine Handvoll süße Cafés, in denen ihr euch stärken könnt
Vittoriosa Straßen
Auch hier: Schmale Gassen, bunte Balkone – aber kaum andere Touristen

Vittoriosa

Hafen Vittoriosa
Blick auf den Hafen

Vittoriosa Three Cities

Vittoriosa Malta

Vittoriosa Malta

An der Spitze der Landzunge von Vittoriosa befindet sich übrigens das Fort St. Angelo, eine beeindruckende Festungsanlage mit Museum. Der Eintritt kostet 10€.

Möchtet ihr mehr über die Geschichte der Three Cities erfahren, dann lohnt sich eine geführte Tour durch die drei Städte*. Alternativ könnt ihr das Ganze auch im Rahmen einer gemütlichen Hafenrundfahrt in einem traditionellen maltesischen Boot* tun.

Mein Tipp: Wie oben erwähnt fährt zwischen Vittoriosa und Valletta ein Wassertaxi für nur 2€. Die Fahrt durch die Bucht ist wirklich eindrucksvoll und der schnellste Weg zwischen Valletta und den Three Cities, ihr könnt den Besuch also bequem miteinander kombinieren.

Wassertaxi Valletta

Mdina & Rabat

Ein weiteres bezauberndes Städtchen auf Malta ist Mdina. Wobei “Städtchen” vielleicht etwas irreführend ist, denn bei Mdina handelt es sich immerhin um die alte Hauptstadt von Malta. Nachdem bereits im 16. Jahrhundert Valletta zur Hauptstadt Maltas ernannt wurde, kehrte die Bevölkerung Mdina nach und nach den Rücken und siedelte über in die neue Hauptstadt. Heute hat Mdina nicht einmal mehr 300 Einwohner und die Zeit scheint schon vor hunderten von Jahren stehengeblieben zu sein. In Mdina werdet ihr mehr Pferdekutschen als Autos sehen (die Stadt ist autofrei, nur Bewohner haben Zufahrt) und zumindest abends sind die labyrinthartigen Gassen wie ausgestorben. Daher wird Mdina auch “The Silent City” genannt.

Kathedrale Mdina
Mdina ist umgeben von einer massiven Festungsmauer

Mdina

Mdina the Silent City
Mdina ist bekannt für die schönsten bunten Türen auf Malta

Mdina Malta

Mdina the Silent City

In keiner anderen Stadt habe ich so viele schöne Fotomotive (die bunten Holztüren! <3) und gut erhaltene Mittelalterbauten auf engstem Raum gesehen. Das absolute Highlight von Mdina ist das imposante Stadttor, einer der bekanntesten Drehorte von Game of Thrones.

Mdina Haupttor
Das Haupttor von Mdina war Drehort von Game of Thrones

Mdina Stadttor

Mdina the Silent City

Wenn ihr noch mehr über die Geschichte der Stadt erfahren möchtet, könnt ihr euch einer geführten Tour durch Mdina anschließen*. Für mich ist Mdina einer der sehenswertesten Orte auf Malta – absolute Empfehlung!

Cafe Fontanella Mdina

Fontanella Mdina Schokokuchen

Direkt an die imposanten Mauern von Mdina grenzt die Stadt Rabat. Hier lohnt es sich ebenfalls einfach ein wenig durch die hübschen Altstadtgassen zu schlendern. Es gibt einige kleine Lädchen, in denen ihr Souvenirs shoppen könnt und z.B. rund um die Kollegiatkirche St. Paul eine Handvoll Cafés und Restaurants, die sehr einladend aussahen.

Kollegiatkirche St Paul Rabat
Die Kollegiatkirche St. Paul in Rabat

Cafe in Rabat Malta

Mein Tipp: Möchtet ihr eine echte maltesische Spezialität probieren, dann gibt es im Is-Serkin in Rabat superleckere Pastizzi. Pastizzi sind maltesische Teigtaschen, die z.B. mit Hühnchen, Spinat oder Käse gefüllt werden. Obwohl das Is-Serkin von außen nicht besonders einladend aussieht, bekommt ihr dort authentisch maltesisch frisch gebackene Pastizzi direkt aus dem Ofen für gerade einmal 40-50 Cent pro Stück.

Pastizzi Malta
Frisch aus dem Ofen sind Pastizzi am leckersten

Pastizzi Malta

St. Paul’s Katakomben

Wenn ihr schon einmal in Rabat seid, dann solltet ihr den Besuch einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Malta nicht verpassen: Die St. Paul’s Katakomben. Die Grabkammern wurden wohl bis ins 7. oder 8. Jahrhundert genutzt und ca. 20 davon sind heute öffentlich zugänglich. In einer davon werden sogar Knochen ausgestellt. Für 6€ Eintritt könnt ihr sie besichtigen.

St. Pauls Katakomben

St. Pauls Katakomben

Gozo: Ein Abstecher zu Maltas Schwesterinsel

Die Insel Gozo ist eine kleine Nachbarinsel nördlich der Hauptinsel und gehört ebenfalls zur Republik Malta. Ihr erreicht sie ganz unkompliziert mit der Fähre ab Cirkewwa, die den ganzen Tag über alle 30-60 Minuten fährt. Eine Vorabbuchung von Tickets ist nicht nötig, ihr zahlt einfach auf dem Rückweg wenn ihr wieder von Gozo nach Malta übersetzt. Die Fahrt dauert ca. 25 Minuten und ihr könnt zu Fuß oder mit dem Auto reisen. Für Gozo solltet ihr zumindest einen kompletten Tag einplanen – wir haben insgesamt knapp drei Tage auf dem Inselchen verbracht, um alles erkunden zu können.

Auf Gozo geht es deutlich gemütlicher zu als auf Malta, vor allem unter der Woche. Am Wochenende nutzen viele Einheimische Gozo für einen kleinen Mini-Urlaub, denn dort gibt es mit der Ramla Bay den längsten Sandstrand Maltas. Hier ein Überblick über die wichtigsten Highlights und Sehenswürdigkeiten auf Gozo:

  • Die Zitadelle in der Hauptstadt Victoria
  • Die Gegend um Dwejra mit dem Blue Hole, dem Inland Sea und dem ehemaligen Azure Window, das leider 2017 eingestürzt ist
  • Wied-Il-Mielah (das “neue Azure Window”)
  • Wied-Il-Gashri
  • Die Salzpfannen
  • Die Ramla Bay mit dem berühmten Aussichtsspot in der Tal-Mixta Cave
  • Die Tempel von Ggantija
Tal Mixta Cave
Die Tal-Mixta Cave auf Gozo mit Blick auf die Ramla Bay
Salzpfannen Gozo
Die Salzpfannen von Gozo
Inland Sea Gozo
Oberhalb des Inland Sea führt ein Wanderweg entlang

Ihr seht, Maltas kleine Schwester Gozo hat unglaublich viel zu bieten. Es gibt eine Reihe von Anbietern, mit denen ihr die meisten dieser Spots im Rahmen einer Tagestour erkunden könnt:

Möchtet ihr 1-2 Nächte auf Gozo bleiben, kann ich euch das Airbnb von Andrew wärmstens empfehlen, dort gibt es nämlich einen Pool und Andrew ist supernett. Ich habe dort zwei Nächte verbracht. Falls ihr noch nicht bei Airbnb registriert seid, könnt ihr euch hier bis zu 25€ Rabatt für eure erste Reise sichern*.

Comino & die Blaue Lagune

Die Mini-Insel Comino liegt zwischen Malta und Gozo und beheimatet ein ganz besonderes Highlight, das ihr bestimmt schon auf unzähligen Bildern im Zusammenhang mit Malta gesehen habt: die berühmte Blue Lagoon. Ich will wirklich nicht übertreiben, aber das Wasser in der blauen Lagune ist so unglaublich türkis und klar wie ich es sonst bisher nur in der Karibik auf Aruba und den Bahamas gesehen habe, in Europa kommen maximal einige Lagunen auf Sardinien an dieses Spektakel heran.

Blaue Lagune Comino

Die blaue Lagune auf Comino ist daher völlig zurecht ein absolutes Top-Highlight auf Malta und wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich dort den ganzen Tag verbracht. Es gibt allerdings einen Wermutstropfen, den ich euch nicht vorenthalten möchte: Die blaue Lagune ist so berühmt, dass sie leider auch völlig überlaufen ist. Wenn ihr Ruhe und Entspannung sucht, seid ihr hier an der falschen Adresse. Es gibt nur einen winzigen Strandabschnitt (ihr könnt aber auf den Felsen liegen) und dank der vielen Buden und Menschen herrscht hier eher Kirmes-Feeling als Urlaubsfeeling. Dennoch sind Comino und die blaue Lagune definitiv einen Besuch wert, denn allein das glasklare türkisfarbene Meer wird euch den ganzen Tag einfach nur ein Strahlen ins Gesicht zaubern.

Comino Blue Lagoon

Am besten bucht ihr vorab eine Bootstour. Die Bootstouren kosten ca. 25€ für einen Tagestrip und ihr fahrt damit nicht nur an die blaue Lagune, sondern umrundet auch Comino und macht diverse Stops an einigen Höhlen und schönen Schnorchelspots. Hier sind einige empfehlenswerte Touren:

Das Fischerdörfchen Marsaxlokk

Das kleine Fischerdörfchen Marsaxlokk liegt ganz im Südosten von Malta und ist mit seinen Hunderten von bunten Holzbooten und alten Fischerhäusern ein Eldorado für jeden Fotografen. An der Hafenpromenade reihen sich nicht nur die Boote aneinander, sondern auch die Restaurants und Cafés. Nehmt euch 2-3 Stündchen Zeit, schlendert ein bisschen die Promenade entlang und genießt einen kühlen Eiskaffee. Wenn ihr mögt, könnt ihr euch von einem Fischer auch zum nahegelegenen St. Peter’s Pool bringen lassen.

Boote Fischerdorf Marsaxlokk

Marsaxlokk Fischerdorf Malta Boote

Marsaxlokk Malta
Die alten Fischerhäuser von Marsaxlokk

Marktplatz mit Kirche Marsaxlokk

Marsaxlokk Malta
Auch in Marsaxlokk gibt es bunte Holztüren für die Mädels :p

Marsaxlokk Malta

Unter der Woche gibt es einen kleinen Markt, auf dem ihr allerlei Touri-Souvenirs kaufen könnt. Spannender ist es allerdings sonntags, denn dann findet in Marsaxlokk der traditionelle Fischmarkt statt.

St. Peter’s Pool (inkl. Insidertipp)

Nur wenige Fahrminuten entfernt von Marsaxlokk liegt der St. Peter’s Pool. Die kleine Bucht ist schon lange ein großer Touristenmagnet und gilt als einer der schönsten Strände von Malta. Wobei “Strand” auf Malta wirklich Definitionssache ist, denn als Strand gilt hier alles, was irgendwie Zugang zum Meer und ein wenig Liegefläche bietet. Der St. Peter’s Pool ist eher ein Felsplateau, an dem das Meer eine Art Pool in die Küste gefressen hat. Das Wasser ist jedenfalls wunderbar klar und türkisblau.

St. Peters Pool

St. Peters Pool Malta

St. Peters Pool

Das umliegende Plateau besteht aus hellen Felsen – das sieht zwar schön aus, reflektiert bei praller Sonne aber auch ordentlich und es gibt keine Schattenplätze. Wir waren in den frühen Morgenstunden am St. Peter’s Pool und es war um diese Zeit schon so unglaublich heiß, dass wir sehr schnell die Flucht ergriffen haben.

Il Kalanka Bay
Geheimtipp Il-Kalanka Bay: Nur wenige Minuten vom St. Peter’s Pool entfernt

Die blaue Grotte

Die blaue Grotte (Blue Grotto) ist DAS Wahrzeichen von Malta. An der südwestlichen Steilküste von Malta hat das Meer hier im Laufe der Jahrtausende mehrere Höhlen in die Küstenlinie gefressen, die größte und eindrucksvollste davon ist mit 40m Höhe die blaue Grotte. An der Straße gibt es einen Aussichtspunkt, den Blue Grotto Viewpoint (einfach bei Google Maps eingeben), von dem aus man einen tollen Blick von oben auf den imposanten Eingang der Höhle hat.

Malta Blue Grotto

Blaue Grotte Malta

Blaue Grotte Malta

Ihr könnt der blauen Grotte allerdings noch näher kommen, denn vom nahe gelegenen Hafen fahren quasi im Minutentakt Boote in die blaue Grotte (ab dem Viewpoint ist der Weg zum Hafen gut ausgeschildert). Die Fahrt kostet 8€ pro Person und dauert ca. 15-20 Min., dabei steuert ihr auch noch einige andere Höhlen an.

Blaue Grotte Bootsfahrt

Blaue Grotte Bootsfahrt

Wenn ihr es lieber etwas außergewöhnlicher mögt, könnt ihr auch eine mehrstündige Kajaktour entlang der Küste buchen, z.B. mit MC Adventure (die Touren finden aus Sicherheitsgründen nur bei normalem Wellengang statt, ihr solltet für dieses Abenteuer also ein wenig Flexibilität mitbringen, da die Touren entsprechend der Wetterlage geplant werden müssen).

Kajakfahren blaue Grotte

Die Ruinen von Ħaġar Qim und Mnajdra

Ganz in der Nähe der Blue Grotto liegen die Ruinen von Ħaġar Qim und Mnajdra, zwei mehr als 5000 Jahre alte Tempelanlagen. Sie gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Malta, da die Insel aber noch viele weitere Tempelanlagen beheimatet und wir auf Gozo bereits Tempelruinen angeschaut haben, haben wir diese hier ausgelassen. Dennoch sollen sie der Vollständigkeit halber nicht fehlen. Zum Schutz vor Witterung stehen diese Tempel unter großen Zeltplanen, was das Fotografieren etwas schwieriger macht (falls das für euch wichtig ist). Der Eintritt kostet 10€.

Das Hypogäum von Ħal-Saflieni

Ebenfalls auslassen mussten wir leider das Hypogäum von Ħal-Saflieni, denn die alte Grabkammer dürfen nur maximal 80 Personen pro Tag im Rahmen einer geführten Tour besichtigen. Da das Hypogäum eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Malta ist, sind die Tickets oft wochenlang im Voraus ausgebucht. Wir haben das selbstverständlich verpeilt und außerdem ist der Eintrittspreis mit 35€ (bzw. 40€ für last minute Tickets an der Tageskasse) wirklich kein Schnäppchen, so dass wir uns stattdessen für die St. Paul’s Katakomben entschieden haben. Möchtet ihr das Hypogäum besuchen, könnt ihr hier vorab Tickets buchen.

Das Fotografieren ist in den Grabkammern übrigens nicht erlaubt.

Naturgewalt an Maltas Westküste: Die Dingli Cliffs (inkl. Geheimtipp für eine alternative Wanderung)

Die Dingli Klippen befinden sich auf Maltas Westseite und sind ein besonders beeindruckender Abschnitt der Steilküste. Ihr fahrt am besten nicht zu dem Punkt, der bei Google Maps die Dingli Cliffs markiert, denn dann steht ihr direkt oberhalb der Klippen und seht leider recht wenig. Den besseren Blick habt ihr vom Dingli Viewpoint bzw. wenn ihr noch ein Stück weiter auf die Landzunge hinaus lauft vom Dingli Cliffs Panoramic View.

Dingli Cliffs

Dingli Klippen Malta

Dingli Klippen

Dingli Cliffs Malta
An den Dingli Cliffs ist es ganz offensichtlich recht windig…

Einen Wanderweg entlang der Felsküste gibt es hier leider nicht, aber ich habe eine Alternative für euch, die kaum jemand kennt: Ein Stück weiter nördlich gibt es zwischen Migra I-Ferha und Il-Blata tal-Melh einen kilometerlangen Wanderweg direkt entlang der Steilküste. Der Ausblick von dort ist gigantisch! Am besten beginnt ihr eure Wanderung in den frühen Abendstunden in Migra I-Ferha (dort gibt es einen großen Parkplatz) und nehmt auf diese Weise den atemberaubenden Sonnenuntergang mit (Reminder: Ihr seid auf der Westseite der Insel, also Sonnenuntergangsseite). Ihr könnt entweder die komplette Strecke laufen oder nur ein Stück davon und dann einfach auf demselben Weg zurück.

Malta Wanderung Küste
Der Küstenabschnitt zwischen Migra I-Ferha und Il-Blata tal-Melh gehört zu den schönsten Wanderwegen auf Malta

Zum Sonnenuntergang hoch über Maltas goldenen Stränden im Westen

Für mich ein absoluter Zufallsfund und DAS Highlight meiner gesamten Malta Reise waren 4 Strände im Westen der Insel: die Golden Bay, der Riviera Beach, die Qarraba Bay und der Gnenja Bay Beach. Die Strände liegen im Nordwesten der Insel und sind über einen hoch über den einzelnen Buchten liegenden Wanderweg miteinander verbunden.

Golden Bay Malta
Blick auf die Golden Bay
Riviera Beach Malta
Hoch über dem Riviera Beach
Riviera Beach Malta
Der Riviera Beach

Ich wusste vorher wirklich nicht was mich erwartet und hatte nur eine Ahnung, dass es hier zum Sonnenuntergang ganz hübsch sein könnte – aber das Spektakel, das wir dann geboten bekamen, hat wirklich jede Erwartung übertroffen. Ich weiß gar nicht so genau wie ich es beschreiben soll, deswegen lasse ich einfach Bilder sprechen:

Malta Wanderung Ta' Lippija

Malta Wanderung Ta' Lippija

Qarraba Bay
Die Qarraba Bay – menschenleer
Wanderung Malta Ghajn Tuffieha Viewpoint
So muss es wohl auf dem Mond aussehen – links und rechts geht es steil nach unten

Sonnenuntergang Malta Wanderung

Gnejna Bay Beach Malta
In der Ferne ist der Gnejna Bay Beach zu sehen

Sonnenuntergang Malta Wanderung

Sonnenuntergang Malta Wanderung

Sonnenuntergang Malta

Für mich ist dieser Spot definitiv einer der landschaftlich schönsten auf ganz Malta und eine wirkliche Herzensempfehlung. Seltsamerweise habe ich darüber bei der Reiseplanung vorab nichts gelesen, es scheint also tatsächlich noch eine Art Geheimtipp zu sein. Startet eure Wanderung am besten zur Golden Hour, 1-2 Stunden vor Sonnenuntergang und lauft einfach so weit ihr mögt.

Zwischen der Golden Bay und dem Riviera Beach gibt es einen Parkplatz, dort könnt ihr parken (ein Opi berechnet nach dem Pay-what-you-want Prinzip, wir haben ihm 2€ gegeben). Wenn ihr wollt, könnt ihr vorher natürlich auch ein paar Stunden in der Sonne am Strand verbringen. Die Golden Bay und der Riviera Beach gehören zu den schönsten und weitläufigsten Stränden auf Malta, ein Besuch lohnt sich also gleich doppelt.

Popeye Village

Weniger geheim, sondern eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Malta ist das Popeye Village. Die 1979 anlässlich des Drehs des – ihr erratet es – Films Popeye errichtete Kulisse ist heute ein kleiner Freizeitpark, der sich vor allem für Familien mit Kindern lohnt (Eintritt 15€). Für uns Erwachsene reicht ein kurzer Halt oberhalb der türkisblauen Bucht (Anchor Bay), die einen großartigen Blick auf die bunte Filmkulisse bietet. In der Anchor Bay könnt ihr auch baden, sie gilt als eine der schönsten Strände Maltas (….ihr kennt ja die maltesische Definition von “Strand”).

Popeye Village

Popeye Village Malta Sehenswürdigkeiten

In der Nähe befindet sich übrigens der Red Tower (St. Agatha’s Tower), der ein kleines Museum beherbergt (das bei uns allerdings geschlossen war).

Red Tower Malta

Die Coral Lagoon & Maltas Nordspitze

Ein weiterer Geheimtipp ist die Coral Lagoon in Maltas äußerstem Nordosten, von den Einheimischen wohl auch Devil’s Hole genannt. Auf dem Weg dorthin passiert ihr bereits eine Reihe von kleinen Stränden, die normalerweise recht überfüllt sind. Folgt dem Weg einfach weiter bis zum Coral Beach, dort findet ihr eine faszinierende Felslandschaft vor, an der es deutlich leerer ist.

Coral Beach Malta

Wenn ihr den Klippen weiter folgt, stoßt ihr irgendwann auf einen Naturpool. Im Gegensatz zum St. Peter’s Pool hat sich das Meer hier nicht großflächig in den Fels gefressen, sondern nur einen kleinen Tunnel ins innere des Pools gegraben und ein richtiges Loch geformt. Das Wasser ist, wie sollte es anders sein, glasklar und türkis.

Devils Hole Coral Lagoon

Coral Lagoon Malta

Urlaub auf Malta: Reisetipps & praktische Infos

Zum Abschluss möchte ich euch kurz & knackig noch ein paar handfeste Tipps für die Planung eures Malta Urlaubs an die Hand geben. Für noch mehr Infos und Tipps lohnt sich ohne Zweifel auch immer ein klassischer Reiseführer.

Wetter & beste Reisezeit für Malta

Malta liegt südlich von Sizilien und ist eine der heißesten Inseln im Mittelmeer, besonders im Hochsommer werden nicht selten Temperaturen jenseits der 40°C erreicht. Es regnet nur selten und Malta hat über 300 Sonnentage im Jahr. Bereits ab März können die Temperaturen auf der Insel sehr angenehm sein, wenn auch noch kein Badewetter. Optimal sind die Monate April bis Juni und September bis Oktober. Die Monate Juli und August sind zwar die Hauptsaison, aber auch unerträglich heiß.

Hotels auf Malta – wo wohnen?

Die Frage, wo euer Hotel oder eure Unterkunft auf Malta am besten liegen sollte, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn auf Malta gibt es nicht das touristische Zentrum oder einen Ort, der besonders verkehrsgünstig liegt und damit als Ausgangspunkt für Ausflüge besonders gut geeignet ist. Die Sehenswürdigkeiten auf Malta sind über die ganze Insel verteilt, die hübschesten Strände befinden sich eher im nördlichen Teil.

Meine Empfehlung: Macht bei der Wahl eurer Unterkunft einen großen Bogen um Valletta. Die Stadt ist zwar wunderschön und prima für einen Tagesausflug, aber ihr wollt euch nicht jeden Tag mehrfach durch den Verkehr von Valletta kämpfen, wenn ihr die Stadt für eure Inselerkundungen verlasst.

Wir haben im Örtchen Naxxar im Chapel 5 Palazzo* gewohnt, ein kleines familiengeführtes Boutique Hotel mit liebevoll eingerichteten Zimmern.

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Malta Hotel Chapel 5 Palazzo

Malta Hotel Chapel 5 Palazzo
Unser Hotel auf Malta, das Chapel 5 Palazzo

Malta Hotel Chapel 5 Palazzo

Generell sind die Gegenden um St. Julian’s an der Ostküste oder die Region um die Golden Bay an der Westküste gute Ausgangslagen für eure Unterkunft. St. Julian’s ist die Partymeile von Malta, das bedeutet aber nicht, dass es dort zugehen muss wie auf dem Ballermann, sondern vor allem, dass hier auch abends noch ein bisschen was los ist und ihr kein Problem damit haben werdet, offene Restaurants und Bars zu finden. Die Golden Bay im Westen ist prima, wenn euch die Nähe zu Stränden wichtig ist.

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Nichts dabei oder zu teuer? Dann ist ein Airbnb vielleicht eine Alternative. Bei Anmeldung über meinen Link gibt es bis zu 25€ Rabatt für die erste Buchung:

Fortbewegung auf Malta: Autofahren oder Bus?

Ein Überbleibsel der britischen Kolonialzeit auf Malta ist der Linksverkehr. Die Einheimischen sind bekannt für ihre ruppige Fahrweise, daher stellt sich für viele sicher die Frage, ob das Autofahren auf Malta wirklich sein muss.

Das Busnetz auf Malta ist grundsätzlich gut ausgebaut und alle wichtigen Spots sind per Bus zu erreichen. Allerdings kann es durchaus sein, dass ihr zu vielen Orten noch ein gutes Stück zu Fuß zurücklegen müsst und teilweise habt ihr auch erhebliche Wartezeiten. Gerade bei brütender Hitze ist das sehr unangenehm und es kostet enorm viel Zeit. Daher ist meine Empfehlung dennoch, mutig zu sein und Malta mit dem Mietwagen zu erkunden. Ich buche meinen Mietwagen immer schon vorab auf billiger-mietwagen.de*.

Auf Malta haben wir 15€/Tag für die kleinste Kategorie gezahlt und das empfehle ich euch auch, denn die Gassen sind wirklich eng und die Parkplatzsituation oft schwierig.

Habt ihr weitere Tipps für Malta? Dann her damit!


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Die Reise entstand auf Einladung von Visit Malta, dabei wurde ein Teil der Reisekosten übernommen. Vielen Dank dafür! Eine Verpflichtung zur positiven Berichterstattung oder eine inhaltliche Vorgabe für diesen oder andere Artikel war damit nicht verbunden.

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