Prag Sehenswürdigkeiten Karlsbrücke

13 DOs und DON’Ts für Prag: Der Prag Sightseeing Guide

Als Christian und ich vergangene Woche viel zu spät dran und ordentlich gestresst in Richtung Prag losfuhren, hatten wir ehrlich gesagt keine Ahnung, was wir von Prag zu erwarten hatten. Ja, die üblichen Sehenswürdigkeiten in Prag hatten wir auf dem Schirm. In unseren Köpfen herrschte ansonsten aber lediglich ein wilder Mix aus bruchstückhaften Erinnerungen an den Geschichtsunterricht der Oberstufe und Stammtischwissen zum Thema Tschechien mit Stand 90er Jahre (Tschechien = gefälschte Markenkleidung und billiges Bier). Unsere Prag Reise versprach also eher so semi spannend zu werden, ich mag nämlich weder Bier noch gefälschte Markenkleidung noch Oberstufengeschichtsunterricht (Christian mag immerhin Bier und hat in Geschichte aufgepasst, für ihn sah die Sache besser aus).

Aber was soll ich sagen – Prag hat uns völlig umgehauen! BÄM. Und daran waren weder Bier noch Absinth beteiligt!

Um es auf den Punkt zu bringen: Prag hat die beiden Weltkriege völlig unbeschadet überstanden. Alle Gebäude, alle Kopfsteinpflasterstraßen, ja sogar die Straßenlaternen stehen heute noch so in Prag wie sie bereits vor Jahrhunderten dort standen. In anderen europäischen Städten gibt es maximal einzelne Stadtviertel, in denen die Architektur und das Stadtbild der letzten Jahrhunderte noch erhalten sind, meist sind es sogar nur einzelne Gebäude – aber nicht in Prag. Ganz Prag ist ein einziges großes Freilichtmuseum. Falls Ihr schon einmal in einem Freizeitpark wart und Euch gefragt habt, wo zur Hölle es bei uns bitte aussieht wie der Freizeitpark findet, dass es in ‘Frankreich‘ oder ‘Österreich’ aussieht – in Prag sieht es so aus! Es ist kaum zu glauben. Dabei steckt die Stadt voller bedeutender Geschichtsmomente (man denke nur an den Prager Fensterturz oder den Prager Frühling) und wird umgeben von einer ganz eigenartigen mystischen Stimmung: Prag lebt von seinen Jahrhunderte alten Geschichten und Mythen über Geister, Alchemisten und Fabelwesen wie zum Beispiel den Golem.

Wenn Ihr als rationaler Deutscher nun beim Gedanken an Geistergeschichten lediglich milde lächelnd das Gesicht verzieht: Wir versprechen, dass Prag auch Euch in seinen Bann ziehen wird. Was Ihr beim Prag Sightseeing unbedingt tun müsst, um in das ‘Feeling’ der Stadt einzutauchen? Hier kommen unsere DOs und DON’Ts!

 

Sehenswürdigkeiten Prag – Was Ihr nicht verpassen dürft

Die Prager Altstadt und der Altstädter Ring (Old Town Square)

Altstädte…kennste eine, kennste alle. Man traut es sich kaum zuzugeben, aber irgendwann ist man von der 581. europäischen Altstadt einfach nicht mehr so geflasht. But….wait for it…die Prager Altstadt wird Euch aus den Socken hauen! Fachwerkhäuser werdet Ihr hier vergeblich suchen, das historische Zentrum von Prag hat seine Architektur dem Jahrhunderte andauernden österreichischen Einfluss zu verdanken und so findet man hier noch heute zahlreiche Prunkbauten und verwinkelte Kopftsteinpflastergassen aus längst vergangenen Zeiten. Das Zentrum der ‘goldenen Stadt’ ist dabei der Altstädter Ring – ein großer Platz, auf dem Ihr mehrere Kirchen (Teynkirche und St. Nikolaus Kirche) und auch das historische Prager Rathaus mit der astronomischen Uhr findet. Prag hat zwar viele Aussichtstürme und es ist schwer sich zu entscheiden, aber der ca. 70m hohe Aussichtsturm des alten Rathauses gehört zum Pflichtprogramm. Von dort oben hat man einen tollen Rundumblick auf die ganze Stadt und der Eintrittspreis ist mit umgerechnet ca. 5€ erträglich.

Altstädter Ring Prag

Altstädter Ring Prag

Pferdekutsche am Altstädter Ring in Prag

Altstädter Ring Prag bei Nacht

Josefov (jüdisches Viertel)

Prag ist geprägt von einer langen jüdischen Geschichte. Josefov, das jüdische Viertel in Prag, entstand schon vor dem 13. Jahrhundert und noch heute findet man hier die älteste noch aktive Synagoge der Welt und den alten jüdischen Friedhof aus dem 15. Jahrhundert. Um die Geschichte des Prager Judenviertels kurz anzureißen: Seit dem 13. Jahrhundert war es Juden in Prag verboten außerhalb dieses Viertels zu leben. Der Stadtteil lag in einer Senke und auch unterhalb des Spiegels der Moldau, weshalb er Jahnrhunderte lang immer wieder mit üblen Hochwassern zu kämpfen hatte. Mitte des 19. Jahrhundert erhielten die Juden in Prag endlich Bürgerrechte und waren fortan nicht mehr gezwungen in Josefov zu leben. Die meisten von ihnen zogen weg und die Josephstadt verfiel innerhalb kürzester Zeit fast vollständig – Josefov wurde zum übelsten und gefährlichsten Viertel von ganz Prag. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ging es wieder bergauf: Das Stadtviertel wurde angehoben und neu bebaut. Und so findet man hier heute wunderbare Prunkbauten aus dieser Zeit gemixt mit uralten Synagogen und Gebäuden, die voller schauriger Geschichten stecken. Alleine der alte jüdische Friedhof lässt es einem kalt den Rücken hinunterlaufen: Seit dem 15. Jahrhundert wurden hier schätzungsweise 100.000 Menschen begraben, auf einer Gesamtfläche von nur ca. einem Hektar. Will heißen: Die Leichen stapeln sich.

Im jüdischen Museum Prag in der Pinkas Synagoge direkt neben dem alten jüdischen Friedhof befindet sich eine Ausstellung, die u.a. Zeichnungen enthält, die von 1942-44 von Kindern im KZ Theresienstadt angefertigt wurden. Wenn Ihr Zeit habt, besucht sie unbedingt – sie wird Euch das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Der Eintrittspreis für den Friedhof und die Synagoge liegt bei ca. 12€ und Ihr solltet ca. 3 Stunden dafür einplanen. Mehr Informationen findet Ihr hier.

Prager Altstadt

Die Prager Burg – Burgviertel Hradschin – das Goldene Gässchen

Die Prager Burg liegt auf der sogenannten Kleinseite Prags, also auf der gegenüberliegenden Seite (oder wie wir Frankfurter sagen würden: hibbdebach). Sie thront als größte Burg der Welt auf einem Berg über den Dächern Prags und um die Burg herum hat sich ein ganzes Stadtviertel gebildet. Das Burgviertel Hradschin ist das größte in sich geschlossene Burgareal der Welt, in dem Ihr u.a. auch den Veitsdom und das ‘Goldene Gässchen’ findet. Das Goldene Gässchen ist ein kleiner Abschnitt mit ein paar hübschen Häuschen – in Haus Nr. 22 hat Franz Kafka eine Zeit lang gelebt.

Für einzelne Bereiche des Hradschin ist Eintritt zu zahlen, so z.B. leider auch das Goldene Gässchen. Das Ticket ist ab ca. 8€ zu haben. Wir empfehlen Euch daher nachdrücklich, das Burgviertel am Abend zu besuchen! Ab 16 Uhr (im Winter) bzw. 18 Uhr (im Sommer) entfällt der Eintritt nämlich und Ihr könnt alles außer den Räumlichkeiten der Burg gratis erleben. Es gibt aber noch einen wichtigeren Aspekt: Die Touristenmassen des Tages haben sich verzogen und Ihr könnt das gesamte Viertel um die Prager Burg fast nahezu menschenleer erleben. Die Atmosphäre so ganz allein zwischen den alten Gemäuern, die in das goldene Licht der alten Laternen getaucht werden, ist wirklich magisch. Hier findet Ihr weitere Infos zu allem, was Ihr zur Prager Burg wissen müsst.

Veitsdom Prag

Prager Burg | Hradschin

Goldenes Gässchen | Prager Burg Hradschin

Goldenes Gässchen | Prager Burg Hradschin

Goldenes Gässchen | Prager Burg Hradschin

Ein Trdelnik essen

Trdl…was? TR-DEL-NIK. Nie gehört? Wir auch nicht. Google sagt dazu: Ein Trdelnik (oder auch Trdlo…ja, mit Vokalen haben es die Tschechen nicht so) ist ein Hefeteiggebäck, das auf einer Stange aufgerollt (auf offener Flamme) gebacken und in einer Zucker-Nuss-Mischung gewälzt wird. Aha. Wir sagen: Lecker! Wie Sau! Probiert bitte unbedingt ein Trdelnik wenn Ihr in Prag seid, mit ca. 3€ ist es auch mehr als erschwinglich. Bei uns in Deutschland ist dieses Gebäck bis dato nur sporadisch auf Weihnachts- oder Jahrmärkten anzutreffen und wird hier als Baumkuchen (was falsch ist) oder auch Baumstriezel verkauft (was wir von einer lieben Leserin auf unserer Facebook Page erfahren haben, vielen Dank dafür!).

Trdelnik in Prag essen

Trdelnik in Prag

Trdelnik in Prag essen

Eine Free Walking Tour oder Geistertour durch Prag machen

In Prag gibt es wie mittlerweile in vielen Großstädten Free Walking Tours, bei denen Ihr zusammen mit einem Stadtführer die Stadt zu Fuß erkunden könnt. Und zwar gratis. Die Touren sind nicht schlechter als Touren, für die Ihr zahlen müsst, also traut Euch ruhig! Dass sich Euer Guide am Ende dennoch über eine Bezahlung freut, sollte klar sein 😉 In Prag gibt es sehr viele Anbieter für Free Walking Tours in unterschiedlichen Sprachen (auch auf Deutsch), die alle in der Nähe des Altstädter Rings starten.Um die kostenpflichtigen Segways könnt Ihr also getrost einen Bogen machen.

Unser Tipp: Nutzt tagsüber eine 2-3 stündige Free Walking Tour, um Prag kennenzulernen und bucht am Abend eine Geistertour durch Prag*. Die Ghost Touren durch Prag geben Euch nochmal einen ganz anderen Einblick und Ihr werdet viele schaurige Geschichten aus dem historischen Prag hören.

Pulverturm Prag

Prag bei Nacht

Schmalste Gasse in Prag

Prag Altstädter Ring bei Nacht

Die Karlsbrücke bei Sonnenaufgang erleben

Über die Karlsbrücke in Prag gibt es eigentlich gar nicht so viel zu schreiben, sie ist DAS Wahrzeichen Prags. Die im 14. Jahrhundert erbaute Brücke ist eine der ältesten Steinbrücken Europas und verbindet die Prager Altstadt mit der Kleinseite. Besonders prägnant sind dabei die Figuren der Heiligen und Patronen, die die Brücke säumen.

Fakt ist: Die Brücke ist bei Tag vollgestopft bis oben hin mit Touristen. Ihr wollt ein nettes Foto von der Brücke und vielleicht auch noch eines von Euch selbst auf der Brücke? Das könnt Ihr mal schön knicken. Vergesst es einfach. Ihr werdet pausenlos angerempelt und an ein Bild ohne eine Million Menschen im Hintergrund ist überhaupt nicht zu denken. Aber weil Ihr Füchse seid, habt Ihr nun die Idee einfach spät am Abend zum Ablichten der Brücke vorbeizukommen, richtig? Nope. Auch das könnt Ihr knicken. Die Million andere Menschen sind ebenfalls noch wach und haben die gleiche Idee. Seht selbst:

Prager Altstadt

Was Ihr abends tun könnt: Geht an das Ufer der Moldau und fotografiert von dort aus die Karlsbrücke. Die Brückenbögen und die Brücke sind abends wunderbar beleuchtet und geben ein einzigartiges Bild ab.

Karlsbrücke Prag bei Nacht

Moldau Prag bei Nacht

Karlsbrücke Prag bei Nacht

Für “richtige” Fotos der Karlsbrücke kommt aber hier unser Pro Tipp, der sich erstaunlicherweise noch nicht so sehr unter Touristen herumgesprochen zu haben scheint: Kommt zum Sonnenaufgang zur Karlsbrücke! Ihr müsst den Zeitpunkt abpassen, zu dem die Brücke noch in der Dunkelheit versinkt und dann langsam immer heller wird. Im Morgengrauen findet sich nur eine Handvoll andere Menschen auf der Prager Karlsbrücke. Ursprünglich hatten wir nur auf eine halbwegs menschenleere Brücke gehofft, doch der Sonnenaufgang, der sich dann vor unseren Augen und hinter den Türmchen der alten Gebäude abgespielt hat, war unbeschreiblich! Wenn sich Aufstehen jemals gelohnt hat, dann für dieses Bild, das sich nun für immer in unseren Köpfen eingebrannt hat.

Karlsbrücke Prag Sonnenaufgang

Sehenswürdigkeiten Prag Karlsbrücke

Karlsbrücke Prag Sonnenaufgang

Karlsbrücke Prag im Morgengrauen

Karlsbrücke Prag Sonnenaufgang

Karlsbrücke Prag Sonnenaufgang

 

Sehenswürdigkeiten Prag- Was Ihr Euch sparen könnt

Die astronomische Uhr am Prager Rathaus

Über die berühmte Rathausuhr in Prag haben wir noch gar nicht gesprochen. Warum? Weil es sich nicht lohnt. Um Eure Neugier zu befriedigen: Die astronomische Uhr hängt am alten Prager Rathaus und zu jeder vollen Stunden findet hier ein Glockenspiel statt, das im Vergleich zum Glockenspiel am Münchner Rathaus aber ganz schön abkackt (sorry, Prag). Unerklärlicherweise versammelt sich hier trotzdem stündlich eine riesige Menschentraube, um dem extrem kurzen Gegenteil eines Spektakels beizuwohnen. Das ist genau der Zeitpunkt, zu dem Ihr Euch auf den Aussichtsturm des Rathauses begeben solltet: Wenn alle draußen stehen zum Gucken ist die Schlange am Aussichtsturm schön kurz und Ihr spart Euch locker 30 Min. Wartezeit (nach dem Glockenspiel stürmen nämlich alle hoch auf den Turm).

Ihr werdet die Uhr so oder so sehen, aber für uns ist sie eine der am stärksten überbewerteten Sehenswürdigkeiten in Prag.

Astronomische Uhr Prag

Der Petrin Berg

Der Prager Petrin Berg ist eigentlich eher ein Hügel, quasi der hässliche Bruder des Berges der Prager Burg. Auf dem Petrin gibt es einen Aussichtsturm, den kleinen hässlichen Bruder des Eiffelturms in Paris. Ihr könnt den Berg entweder zu Fuß hochkraxeln oder die Seilbahn nehmen, die nach oben fährt (für die Seilbahn benötigt Ihr ein Ticket für die Öffis in Prag; wenn Ihr also z.B. ein Tagesticket habt, dann ist die Fahrt mit der Seilbahn inkludiert, ansonsten müsst Ihr ein Einzelticket kaufen).

Auf dem Petrin Berg selbst könnt Ihr den gebührenpflichtigen Aussichtsturm besteigen, das gebührenpflichtige Spiegellabyrinth besuchen oder allerlei sonstigen gebührenpflichtigen Halbspaß haben. Kurzum: Wir waren oben und es hat sich uns nicht erschlossen, weshalb man den Petrin Berg zusätzlich zur Burg, die ebenfalls auf einem Berg steht, besuchen sollte. Die Prager Skyline ist ja nun nicht als sonderlich spektakulär bekannt und die zusätzlichen Eintrittsgelder empfanden wir als zu teuer. Auf dem Petrin Berg ist zwar ein hübscher Garten angelegt, aber hey, zum nett Spazierengehen muss man nicht extra nach Prag fahren.

John Lennon Wall

Auch das geht schnell: Hier gibt es nichts zu sehen außer einer mit Graffiti bunt bemalten Wand. Ursprünglich befand sich hier einmal ein Portrait von John Lennon, das aber längst unter unzähligen Farbschichten verschwunden ist. Die Wand hat eher symbolischen Charakter und steht für die Freiheitsideale unserer Zeit. Ganz in der Nähe der John Lennon Mauer gibt es eine kleine Brücke, die über und über mit Liebesschlössern behangen ist. So richtig spannend ist das zwar auch nicht, aber spannender als die usselige Mauer allemal.

John Lennon Mauer Prag

Liebesschlösser Brücke Prag

Der Wenzelsplatz

Obwohl der Wenzelsplatz noch nicht lange in seiner heutigen Form existiert war er bereits Schauplatz einiger Begebenheiten der neueren Prager Geschichte: 1969 verbrannten sich hier zwei Prager Studenten aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings, 1989 war er Schauplatz der sogenannten Samtenen Revolution. Ihr solltet Euch den Wenzelsplatz daher durchaus anschauen und vor allem ein wenig über seine Geschichte lesen, aber man sollte wissen, dass es sich letztlich nur um einen großen Platz in Prag handelt, der heute hauptsächlich von den üblichen Ladenketten gesäumt wird. Nothing special.

Das tanzende Haus

Das tanzende Haus haben wir bereits bei unserer Anreise im Vorbeifahren gesehen und in diesem Moment beschlossen, dass wir hier nicht noch einmal extra vorbeikommen werden. Weil: Echt jetzt? Das soll eine der Hauptattraktionen von Prag sein? Es ist einfach nur ein Gebäude, an dem sich ein paar Architekten mal ein bisschen ausgetobt haben. Hurra. Das tanzende Haus beherbergt Büroräumlichkeiten, es gibt hier also auch drinnen nichts zu sehen.

Taxifahren in Prag

Just don’t. Taxifahren ist in Prag im Verhältnis zum dort üblichen Preisniveau zu teuer. Gerüchteweise wird man gerade als Tourist von den Taxifahrern auch gerne abgezockt. Wir sind daher in Prag direkt auf UBER umgestiegen: Ein UBER Taxi ist in Prag so lächerlich günstig, dass es sogar ein Tagesticket für die Öffentlichen schlägt. Wir sind mehrere Strecken für umgerechnet 3-4€ pro Fahrt gefahren!

Daher unser Tipp: Verzichtet in Prag auf ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel. Ihr könnt die ganze Altstadt mit den wichtigsten Prager Sehenswürdigkeiten locker zu Fuß erkunden. Ist Euch eine Strecke doch einmal zu weit, z.B. nach einem langen Tag abends zurück ins Hotel, dann holt Euch ein UBER Taxi. Beachtet dabei nur, dass Ihr in Prag Euer UBER nicht per Paypal zahlen könnt, sondern nur bar (zumindest ging es bei uns bei keiner der Fahrten per Paypal).

Prag Sightseeing mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus

Von den Free Walking Tours haben wir weiter oben bereits erzählt, richtig? (das ist ein Test, ob Ihr aufgepasst habt) Daher nur noch kurz als Ergänzung, weshalb Sightseeing in Prag per Hop-On-Hop-Off-Bus komplett sinnbefreit ist: Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten von Prag liegen in der Prager Altstadt, die zu weiten Teilen für den Straßenverkehr gesperrt ist. Ein Bus würde Euch also jeweils nur in die Nähe der Sehenswürdigkeit bringen, den Rest des Weges dorthin muss man sich erlaufen. Merkt ihr selbst, ne….

Prager Altstadt

Weihnachtsbeleuchtung in Prag

Tipps für die Prag Reise: Hotels – Restaurants – Parken

Hotels in Prag:

Nehmt ein Hotel in der Stadtmitte, also der Prager Altstadt, das Gebiet Praha 1 ist perfekt. Das Hotel ist dann vielleicht etwas teurer als eines außerhalb, aber die Preise in Prag sind ehrlicherweise vergleichsweise so niedrig, dass ein Hotel außerhalb wirklich nicht sein muss. Wir haben am Rand zur Prager Neustadt (Praha 2) im Hotel Koruna* für unter 40€/Nacht inkl. Frühstück(!) gewohnt. Sicher kein Luxushotel, aber auch keinesfalls so schäbig wie man es bei dem Preis erwarten würde.

Restaurants in Prag:

Ein Restaurantbesuch in Prag wird aller Wahrscheinlichkeit nach kein großes Loch ins Portemonnaie reißen. Trotzdem gilt als Faustregel: Geht wie immer nicht in den sehr präsenten Restaurants direkt bei den Sehenswürdigkeiten in Prag wie dem Altstädter Ring oder an der Karlsbrücke essen, hier zahlt Ihr einen Touri-Aufschlag. Zur Orientierung: Eine Mahlzeit bzw. ein Menü inkl. Vorspeise sollte nicht mehr kosten als ca. 250 Tschechische Kronen, ein Bier nicht mehr als max.(!) 60 Kronen.

Das wohl berühmteste Restaurant Prags ist das Restaurant U Fleku. Hier gibt es traditionell tschechische, Herzinfarkt beschleunigende Gerichte zu annehmbaren Preisen in altertümlicher Atmosphäre, die man am besten zusammen mit literweise des hauseigenen Lagerbieres runterspült. Die Kellner im U Fleku lassen einem dabei in der Tat gar keine Wahl, man bekommt sofort nach der Ankunft ungefragt Bier und Schnaps serviert 😉 Aber Achtung: Die Getränke landen sehr wohl auf Eurer Rechnung! Die Preise dafür sind zwar in Ordnung, aber macht einen Cut, wenn Ihr nicht arm werden wollt. Man wird hier gnadenlos abgefüllt. Wir fandens super!

Parken in Prag:

Ist scheiße. Anders kann man es nicht sagen. Die komplette Prager Altstadt hat für Anwohner reservierte Parkplätze, irgendwo gratis zu Parken ist schier unmöglich. Daher gibt es in Prag als Alternative die Mr. Parkit Parkhäuser, in denen Ihr Euer Auto tageweise vergleichsweise günstig (ca. 20€/Tag) abstellen könnt. Wenn Ihr also mit dem Auto nach Prag fahren möchtet, solltet Ihr diese Kosten fürs Parken unbedingt einkalkulieren und am besten schon vorab einen Parkplatz reservieren (oder gleich ein Hotel nehmen, das Parkplätze anbietet).

Habt Ihr noch Fragen oder noch mehr Tipps für Prag? Dann gerne her damit!

Ihr könnt Euch übrigens kostenlose Reiseführer, darunter auch für Prag, bei Ameropa herunterladen!

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24 comments
  1. Hi Katrin! ich persönlich fand Prag morgens um 7 am schönsten, wenn die yoga gruppe auf der Karlsbrücke turnt und die ganzen JGA noch in den Betten liegen. Ansonsten fand ich die Stadt sehenswert, aber eben extrem voll! Aber du hast extrem coole Bilder gemacht und bei den Don’ts musste ich schmunzeln (fand ich nämlich auch). LG Anke von Daheimistlangweilig

    1. Hi Anke, dankesehr 🙂 Ja, um 7 morgens war Prag wirklich perfekt. Ich bin so froh, dass wir uns überwunden haben so früh aufzustehen. Zuvor habe ich Prag eben nur im überfüllten Zustand gesehen und war echt enttäuscht wegen der ganzen unmöglichen Bilder, aber der Morgen auf der Karlsbrücke hat alles wieder gut gemacht 🙂 LG

  2. Hi Katrin und Christian, meine Erinnerungen an Prag sind schon sehr alt, war in der 10ten Klasse mal auf Klassenfahrt dort und das ist über 20 Jahre her 😉 Euer Bericht bringt die Erinnerungen gut zurück und ich muss dringend mal wieder hin. Den Sonnenaufgang muss ich dann auch mit aufs Programm nehmen, die Fotos davon sehen mega aus!

    1. Hi Simone! Mach das, der Sonnenaufgang war der Knaller und kam echt unerwartet für uns. Das scheint dort aber Standard zu sein, auf der Brücke hatten sich eine Handvoll Fotografen mit fettem Equipment versammelt, die wussten genau, dass das passiert 😉 LG

  3. Oh wie schön. Da werden Erinnerungen wach. Die schöne, romantische Stadt war damals Kulisse für die erste Reise mit meinem Freund 🙂

    Sehr empfehlen kann ich auch die Flohmärkte. Da bekommt man richtig interessante Sowjet Relikte zu sehen.
    Ansonsten eine wirklich tolle Zusammenfassung. Vor allem die Dont’s kann ich alle so unterschrieben. Braucht man nicht, um Prag zu erleben.

    Liebe Grüße,
    Lynn

  4. Liebe Katrin,
    ich mag Prag sehr und in deinem Artikel, mit den wunderschönen Bildern, konnte ich umgehend eine kleine Zeitreise antreten.
    Was ich sehr mochte, war die Stadt Anfang Dezember. Es ist bereits alles weihnachtlich geschmückt und irgendwie hatte ich Glück und es war recht leer.

    Den Petri Berg als Don´t aber unterschreibe ich nicht 🙂 Ich mag ihn.

    Liebe Grüße
    Katja

    1. Hi Katja, wir waren ja auch erst vor Kurzem da und die Stadt war bei uns auch schon total toll geschmückt, was zusammen mit der etwas düsteren Geschichte von Prag eine einzigartige Stimmung ergibt. Irgendwie weihnachtlich-melancholisch 🙂

      Lieben Gruß

  5. Hallo Katrin & Christian,

    Prag? Das ist jetzt schon über 2 Jahrzehnte her. Wie auch Simone weiter oben geschrieben hat…
    Wir waren damals als Schulklasse dort und ich kann mich noch an die Brücke erinnern, die Altstadt und irgendwelche Antiquariate wo wir nach interessanten Büchern aus den Weltkriegen gesucht hatten.

    Das gute tschechische Bier war damals noch ein Thema, aber hinsichtlich Kulinarik waren wir damals Banausen.

    Es wird Zeit das wir mal auf einem unserer Reisen, dort halt machen.

    Gruß Mario

  6. Hallo Katrin, ich habe mich soeben in Prag und deine Bilder verliebt! Da muss ich wohl endlich einmal hin 🙂 Deine Tipps sind super, vielen Dank! Die werden somit vorgemerkt. LG, Anita

  7. Hach, Prag 🙂 Die Stadt hat mich innerhalb von Sekunden verzaubert und ich wollte eigentlich gar nicht mehr weg. Wird wirklich Zeit, dass ich dort mal wieder vorbeischaue 🙂
    Dieses unaussprechliche Ding sieht übrigens verdammt lecker aus! Das werd ich bei der nächsten Reise auf jeden Fall probieren.
    LG Luisa

    1. Hi Luisa, das unaussprechliche Ding ist mega lecker, musst du unbedingt testen. Das ist auch nichts saisonspezifisches, wir haben es ganz normal in einem Laden dort gegessen. Lieben Gruß

  8. Ein cooler Artikel, schöne Fotos, tolle Reise. Jetzt hab ich richtig Lust, da auch langzufahren. In Prag war ich vor wenigen Jahren, aber leider viel zu kurz. Ihr habt nochmal richtig viel mehr gesehen. Toll!

  9. Hallo Ihr beiden,
    was für ein toller Bericht über Prag! Bisher war ich noch nicht da und hatte Prag auch eher so als Partylocation für Schulabschlussfahrten und Junggesellenabschiede abgespeichert. Aber die Stadt ist ja wirklich zauberhaft und mit Euren Tipps ist man bestens gerüstet. Vielleicht sollte ich nächstes Jahr mal einen Wochenendtrip nach Prag in Angriff nehmen…
    Liebe Grüße,
    Marion

    1. Junggesellenabschiede haben wir dort tatsächlich einige gesehen, die meisten Gruppen kamen aus England (Klischee olé). Wir haben ehrlich gesagt nicht verstanden, warum Prag bei uns in Deutschland als Ziel für einen JGA nicht so populär ist, denn es bietet sich echt an 😀

  10. Wow,hrzlichen Dank für den unterhaltsamen Bericht. Ich mag Deinen Schreibstil, weil er so locker und gut zu lesen ist.

    Prag hatte ich bisher noch gar nicht auf meiner Reiseliste. Irgendwie war das für mich imemr nur die Stadt, wo Abschlussklassen hinfahren. Aber hey, eure Fotos sind so schön und es scheint ja echt günstig zu sein, das werde ich mir nun direkt mal merken und aufpassen, wenn mal ein Flugangebot in Frage kommt.

    Lg, Nina

  11. Prag ist eine ganz tolle Stadt! Überhaupt hat mich Tschechien total überrascht! Ich bin zwar die meiste Zeit Richtung Süden unterwegs, aber obwohl ich schon mehrmals in Tschechien war, hat mich euer Artikel wieder daran erinnert, dass es noch viel mehr zu entdecken gibt. Viele Grüße aus Salzburg

    1. Hi Elena, uns zieht es ehrlich gesagt sonst auch eher Richtung Süden und Westen, einfach Richtung Sonne. Aber man kann ja leider nicht immer lange weg. Gerade im Winter machen wir super gerne Städtetrips und da bietet sich Prag wirklich an. Lieben Gruß, Katrin

  12. Hey Katrin,
    das sind ja wirklich richtig tolle Tipps für Prag! Genauso wie ihr, bin ich ganz besonders großer Fan davon, die Karlsbrücke zur blauen Stunde bis Dunkelheit zu besuchen bzw. sie auch von der kleinen Moldauinsel aus zu bestaunen. Wenn die Stadtlichter leuchten, ist das wirklich sehr romantisch.

    Jessica von Yummytravel findet den Zoo in Prag auch sehr schön und Janetfree empfiehlt den IcePub. Gemeinsam haben wir auch einige Geheimtipps zusammen gestellt. Die ergänzen deine ganz gut:)
    http://passenger-x.de/reisen/europa/tschechien/prag-geheimtipps-bloggerinnen-highlights/

    Liebe Grüße
    Nicole vom Reiseblog PASSENGER X

  13. Hallo Katrin,
    Komme gerade von drei Tagen Prag zurück und habe deine Tipps befolgt. Danke dafür – besonders Burg am Abend! Es gibt so viele offensichtlich schrottige Reiseblogs, mit “hier günstiger!”-Coupon-Links, und jede Aktivität war super Spitzenklasse, aber deine Tipps haben echt ins schwarze getroffen. Wir sind auch zufällig an der astronomischen Uhr vorbeigekommen 1 Minute vor der Show und uns das dann halt mal angeschaut… war ja der Wahnsinn *gähn* 😉

    Zusätzlich haben wir noch die deutsche Botschaft besucht bzw. ihr in den Garten geglotzt. Bin halt Nerd von deutscher Geschichte, und liegt direkt am Rückweg von der Burg zur Karlsbrücke.

    Parken ist tatsächlich scheiße, und ein Hotel auf dem Burgberg ist zwar nett, aber man muss dann da jeden Abend wieder hoch *keuch* *knack* *knirsch*

  14. Hallo … mit großem Interesse habe ich deinen Reisebericht über Prag gelesen . Dazu hätte ich mal eine Frage . Wohin muss ich denn für diese Freewalking Touren gehen , das hörte sich sehr interressant an . Vielen dank im voraus für eine Antwort. mfG Rene

  15. Hallo Katrin,
    schöner Beitrag, ich bin sehr stolz auf meine Stadt Prag – Praha. Nach der Hochzeit bin ich zur meinem Mann nach NRW gezogen und habe immer noch Heimweh, obwohl ich hier schon 40 Jahre lebe. Ich würde euch allen auch empfelen die Innenstadt mal zu verlassen und vielleicht in die angesagten Teile Prag 2, 8, oder 10 zu gehen. Es sind dort viele alternative Bars, Restaurant, Museen und Galerien. Es gibt sogar ein Weinberg in Prag 2 Vinohrady. Für mich die schönste Stadt der Welt. Ich habe dort noch eine Wohnung und meine Familie.
    Kompliment für den schönen Blog.
    LG Dagmar

  16. Guten Tag Katrin,
    Ein sehr schöner Beitrag über Prag, vielen Dank! Aber die Sache mit der Rathausuhr? Die astronomische Uhr ist schon einmalig. Ich denke, die Menschen stehen dort nicht nur wegen des Glockenspiels, sondern sie wollen den Vorbeimarsch der Apostel sehen. Schön auch die Erwähnung des U Flecku. Es ist dort heute noch so, wie ich es vor 40 Jahren als DDR Bürger kennengelernt habe. Außer den Toiletten. Die sind heute super spitze und Toll.
    Viele Grüße Ulrich

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