Los Angeles | Venice Beach

L.A. in 1 Day : Der Travel Guide für alle Must Sees in Los Angeles

Zugegeben, Los Angeles mit all seinen Sehenswürdigkeiten komplett in einem Tag zu schaffen, ist utopisch. Oder sagen wir besser – eine Herausforderung. Wir sahen uns mit genau dieser Herausforderung konfrontiert und die meisten Menschen nehmen sich erfahrungsgemäß für Los Angeles tatsächlich nicht mehr als 1-2 Tage Zeit. Der Megametropole eilt zumindest bei uns Deutschen nämlich der Ruf voraus, besonders hässlich und vollkommen unspannend zu sein. Daher gleich vorweg: Wir sehen das nicht so! Aber wenn man kaum Zeit hat, darf man sich nicht zu den “falschen” Orten und Sehenswürdigkeiten begeben, um nicht diesen Eindruck zu bekommen.

Deswegen haben wir einen kleinen Los Angeles Travel Guide zusammengestellt mit allen Must Sees und Sehenswürdigkeiten in Los Angeles, die man unserer völlig subjektiven Ansicht nach gesehen haben sollte und auch realistisch ein einem Tag schaffen kann.

But first things first: Die Voraussetzungen dafür sind

  1. Ihr müsst sehr früh aufstehen. Wer noch Jetlag hat, ist klar im Vorteil!
  2. Ihr habt ein Auto. In L.A. geht nichts ohne Auto. Generell nicht und erst recht nicht, wenn man einen straffen Zeitplan hat. Wir buchen immer schon vorher von Deutschland aus bei billiger-mietwagen.de*

Los gehts!

Zum Sonnenaufgang zum Griffith Observatory

Das Griffith Observatory ist DER Aussichtspunkt in Los Angeles. Ihr habt von dort einen perfekten Blick auf ganz L.A. und das Hollywood Sign. Dementsprechend beliebt ist es auch, insbesondere zum Sonnenuntergang wird es hier brechend voll. Am Wochenende doppelt. Wenn im Greek Theatre eine Veranstaltung ist, dürft Ihr die Besucherzahl nochmals mit 3 multiplizieren. Daher unser Tipp: Versucht es erst gar nicht. Ihr werdet gegen Abend keinen Parkplatz finden, im Stau feststecken und den Sonnenuntergang höchstwahrscheinlich verpassen. Deswegen drehen wir den Spieß einfach um: Ganz früh morgens zum Sonnenaufgang ist es am Griffith Observatory noch leer und die Atmosphäre wirklich magisch. Falls der Parkplatz noch geschlossen ist, könnt Ihr am Straßenrand parken und das kleine Stück nach oben laufen. Die Ausstellung im Observatory selbst ist zu dieser Zeit allerdings noch geschlossen. Das Parken ist kostenlos.

Das Hollywood Sign aus der Nähe // Bester Hollywood Sign Viewpoint

Darüber, wie man am sinnvollsten/besten/nächsten möglichst nah an das berühmte Hollywood Sign herankommt, sind wohl schon ganze Bücher geschrieben worden. Fakt ist: Google Maps stellt hierfür keine sinnvolle Information bereit, hinterlegt sind lediglich das Hollywod Sign selbst oder ein Ort namens Hollywood Sign Hike Parking. Letzteres, also sich dem Schild per Mini Hike nähern kann man machen, es frisst aber eigentlich zu viel Zeit für einen Tagesausflug in Los Angeles.

Daher unser (vielleicht sogar) Insider Tipp: Der beste Ort, um möglichst nah an das Hollywood Sign heranzukommen, ist der Lake Hollywood Park. Gebt bei Google Maps Lake Hollywood Park als Zieladresse ein, fahrt auf dem Canyon Lake Dr. dorthin und sucht Euch einen Parkplatz am Straßenrand und lauft noch ein Stück nach oben. Der Canyon Lake Drive geht nach der Kurve in den Mulholland Hwy über, hier kommt man kontinuierlich näher an das Hollywood Sign heran. Theoretisch kann man hier ebenfalls parken (nachdem man mit vollkommener Selbstverständlichkeit an dem netten Ordnungshüter, der nicht Hinz und Kunz durchlassen soll, vorbeigefahren ist). Praktisch werden die Anwohner hier allerdings mega grumpy wenn man ihnen die Parkplätze wegschnappt, daher ist hier vor 18 Uhr Parkverbot (wenn wir das Schild richtig verstanden haben). Wenn Ihr unsicher bzgl. des richtigen Weges seid, gebt als Zieladresse Strategic Perception ein (dabei handelt es sich um eine Firma, die für Eure Zwecke allerdings einfach als Orientierungspunkt für Google dient).

Hollywood Sign

Hollywood Sign

So. Ist das nah oder ist das nah?! Das mit dem Selfie hat leider wegen persönlicher Doofheit nur so mittelgut geklappt.

Den Mulholland Drive durch die Hollywood Hills nehmen

Im Grunde seid Ihr nun auch fast schon in den berühmten Hollywood Hills, die volle Dröhnung bekommt Ihr, wenn Ihr über den Mulholland Drive Richtung Westen fahrt. Der Mulholland Drive ist DIE Scenic Road von Los Angeles und bietet auf der ganzen Strecke immer wieder einen wahnsinnigen Ausblick auf die ganze Stadt. Die Fahrt durch die Hollywood Hills ist dabei besonders spektakulär und wenn Ihr Lust und Zeit habt, könnt Ihr unterwegs einen Stop im Runyon Canyon Park einlegen. Der Runyon Canyon bietet einen tollen Blick über ganz L.A. und ist bei Hikern und Joggern sehr beliebt. Hier treffen sich Touris genauso wie Locals und wer bei Instagram irgendwie fame und (deswegen natürlich) in L.A. ist, MUSS hier ein Foto von sich in Sportklamotten machen. Sonst wars das vermutlich mit dem Fame.

Blick auf Los Angeles

Viewpoint am Mulholland Drive

Hollywood Walk of Fame

Nachdem das geschafft ist, egal ob mit oder ohne Halt am Runyon Canyon, steuert Ihr zielstrebig die nächste Station an: Den Hollywood Boulevard bzw. Hollywood Walk of Fame. Der Hollywood Walk of Fame ist wohl das touristische Zentrum von Los Angeles und hier solltet Ihr Euch ein bisschen Zeit nehmen. Nicht, weil es hier so super ist, sondern weil es so voll ist, dass Ihr nicht schnell durchflitzen könnt. Gehgeschwindigkeit = Stadtbummel. Entlang des Hollywood Walk of Fame findet Ihr das Chinese Theatre und das Dolby Theatre, dort wo jedes Jahr die Oscarverleihung stattfindet. Lasst Euch nicht anquatschen von den ganzen Menschen, die Euch irgendeinen Quatsch oder irgendeine Tour verkaufen wollen, dafür habt Ihr sowieso keine Zeit und auf Eurer persönlichen Sightseeing Tour seid Ihr ja gerade schon 🙂

Hollywood Walk of Fame

Chinese Theatre Hollywood

Hollywood Boulevard

Hollywood Walk of Fame

Rodeo Drive

Weiter gehts Richtung Westen nach Beverly Hills zum Rodeo Drive. Die berühmte Luxus-Einkaufsstraße dürfte spätestens seit Pretty Woman jedem von Euch ein Begriff sein (ok…vielleicht doch hauptsächlich den Damen unter uns). Um den Rodeo Drive herum sind die Parkplätze kostenpflichtig, aber durchaus erschwinglich. Die meisten sind mit Parkuhr mit Zeitbegrenzung, die Zeit reicht aber normalerweise locker – es sei denn Ihr wollt auf dem Rodeo Drive Pretty Woman like eskalieren. Was es hier ansonsten zu tun gibt? Durchlaufen und staunen!

Rodeo Drive

Rodeo Drive

Rodeo Drive

Rodeo Drive

Rodeo Drive

Rodeo Drive

Bel Air

Selbiges, also Staunen, gilt übrigens auch für Bel Air. Über den Stadtteil von Los Angeles gibt es im Grunde gar nicht viel zu sagen, es ist eben der Stadtteil, in dem nun tatsächlich endlich mal die Schönen und Reichen leben. Zu Fuß gehen ist hier nicht vorgesehen, deswegen gibt es an vielen Stellen überhaupt keine Gehwege und die Anwesen sind durch meterhohe Zäune und Hecken vor neugierigen Blicken geschützt. Promis werdet Ihr hier eher nicht sehen, die einzigen Menschen auf der Straße sind wohl die Gärtner und Hausmädchen. Trotzdem fanden wir Bel Air für einen kleinen Abstecher mit dem Auto sehenswert und faszinierend, weil es eben genau der Vorstellung entspricht, die viele von uns von Los Angeles haben.

Santa Monica und Venice Beach

Wenn der Tag sich langsam dem Ende neigt, könnt Ihr Euch aufmachen Richtung Santa Monica und Venice Beach. Streng genommen gehören die beiden Städtchen schon nicht mehr zu Los Angeles, aber die Übergänge sind in der Mega-Agglomeration des L.A. County sowieso nahtlos. Mit Santa Monica verbinden wohl die meisten von uns den weltberühmten Santa Monica Pier, auf dem sich das Ende der Historic Route 66 befindet. Und das ist nun wirklich ein Muss für jeden, der in und um Los Angeles unterwegs ist!

Santa Monica Pier

Original Muscle Beach in Santa Monica

Je nachdem wieviel Zeit Ihr noch habt, könnt Ihr Euch noch ein wenig Zeit auf dem Pier vertreiben…spätestens zum Sonnenuntergang müsst Ihr aber am Venice Beach sein. Macht das auch nicht auf den letzten Drücker, sondern bummelt ein wenig über den Boardwalk (oder mietet Euch gleich einen Beach Cruiser), schaut Euch die Freaks an, aber lasst Euch nicht anquatschen für irgendeine Freakshow…was Ihr auf dem Boardwalk zu sehen bekommt ist gratis und reicht aus. Saugt einfach die Atmosphäre von Venice Beach auf und vergesst die Fotos nicht wenn die Sonne langsam untergeht. Es gibt keinen vergleichbaren Ort auf dieser Welt.

Beach Cruiser am Venice Beach

Venice Beach bei Nacht

Sonnenuntergang am Venice Beach

Auf der Karte haben wir nochmal alle Sehenswürdigkeiten markiert:

 

Optionale Los Angeles Sehenswürdigkeiten

Falls Ihr in Los Angeles noch ein paar Tage länger Zeit habt, und sei es auch nur ein einziger, würden wir Euch völlig subjektiv noch folgende Orte und Sehenswürdigkeiten ans Herz legen:

Downtown L.A.

Darüber scheiden sich die Geister wohl am meisten. Downtown ist ganz ehrlich nicht der Burner. Kann man machen, muss man nicht. Viele Touristen machen den “Fehler” Downtown L.A. als fixen Stopp in ihre Planung einzubeziehen und pressen es in den ohnehin schon knappen Zeitplan. Und weil Downtown eben eher so mittelmäßig spannend ist, fühlt man sich danach als hätte man gerade Zeit verschwendet. Was man realistisch betrachtet wohl auch hat, wenn man nicht viel davon hat. Also: Downtown Los Angeles ja, aber nicht wenn man andere Dinge dafür streichen muss.

Die Getty Villa

Bei der Getty Villa handelt es sich um ein Kunstmuseum, das besonders durch seine Architektur besticht, denn das Gebäude ist ein (sehr freier) Nachbau der Villa dei Papiri und optisch an die Antike angelehnt. Für uns Europäer ist das vielleicht eher semi spannend, schließlich haben wir das echte alte Rom quasi vor der Haustür. Trotzdem ist die Getty Villa mit ihrem angeschlossenen botanischen Garten definitiv sehenswert. Der Eintritt ist übrigens frei, Ihr müsst Euch aber vorab Tickets reservieren.

Getty Villa

Das Stahl House

Für Architektur- und vielleicht auch Filmfreunde von der L.A. Bucket List nicht wegzudenken. Das Stahl House hat L.A. quasi erfunden. Es wurde 1960 fertig gestellt und war das erste Haus in den Hügeln von Los Angeles, das hauptsächlich aus Stahl und großflächigen Glasfronten bestand. Es gilt als Ikone der modernen Architektur von Los Angeles und hat L.A.’s Architektur der vergangenen Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Falls Ihr Blow oder Catch me if you can gesehen habt und Euch an die Szenen der Hausparties erinnert: Die wurden genau hier im Stahl House gedreht. Hier findet Ihr einen kleinen Bericht, der die Mid Century Stimmung, die das Stahl House auch heute noch prägt, gut einfängt.

 

Die most Instagram worthy Wand in ganz L.A.: Angel Wings by Colette Miller

Ok, um die pinkfarbene Wand mit den Flügeln auf diese Liste aufzunehmen, muss man schon ein bisschen banane sein. Wer ähnlich viel Zeit bei Instagram verbringt wie ich und dort auch vielen Fashionbloggern folgt, dem ist die Wand bestimmt schon einmal aufgefallen. Und Ihr wisst ja, first things first, ich musste also zu dieser ikonischen Wand 😀

angel-wings-2

Ihr findet mich übrigens unter @BEFOREWEDIE_ bei Instagram!

Malibu und Malibu Beach

Ok, zurück zum Ernst des Lebens: Wenn Ihr noch Zeit über habt, dann fahrt nach Malibu und an den Malibu Beach. Er ist breit, leer, sauber und einfach schön. Auf die damit verbundenen Baywatch-Kindheitserinnerungen habe ich ja schon in diesem Beitrag hingewiesen. Malibu Beach ist mit seinen hellblauen Lifeguard Häuschen und den rot bekleidetet Lifeguards, die dort tatsächlich unterwegs sind (wenn auch nicht in Form von David Hasselhoff), ein Ort zum Träumen und katapultiert zumindest unsere Köpfe für einen kleinen Moment zurück in die 90er.

Lifeguard House am Malibu Beach

Wir hoffen, dass Euch diese kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten in und um Los Angeles ein wenig Appetit auf die Stadt gemacht hat. Dass L.A. von vielen Touristen als hässlich empfunden wird, hat unserer Ansicht nach einen simplen Grund: Man kann die Stadt unglaublich schwer “greifen”, es fällt uns schwer sie einzuordnen. Los Angeles ist so wahnsinnig groß und ganz anders als wir es von europäischen Metropolen kennen. Es gibt keinen richtigen Stadtkern, man muss alles mit dem Auto abfahren und zwischen den einzelnen Stationen sieht man auch einfach viel L.A.: Heruntergekommene Gebäude, Straßenzüge und Menschen. Nicht jeder, der mit großen Träumen hierher kam hat es geschafft.

Wir fanden diese Atmosphäre einzigartig. Aber ich glaube, um Los Angeles wirklich begreifen zu können, muss man eine längere Zeit hier verbringen. Vielleicht sogar Monate.

Wie seht Ihr das? Findet Ihr Los Angeles blöd und falls ja, warum genau?

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8 comments
  1. Must sees in L.A., und weder die Warner Brothers Studios noch die Universal Studios wurden angemerkt…
    #keineerklärungdafür

    1. Hi Danny, die Erklärung ist ganz einfach: In 1-2 Tagen in L.A. bekommt man die Studios keinesfalls unter, dafür benötigt man jeweils mindestens einen kompletten Tag extra. Und um L.A. im “Schnellverfahren” wenn man leider nur wenig Zeit hat gehts ja schließlich in dem Artikel hier 😉

  2. Hi Katrin,
    Vielen Dank für die tollen Tips. Haben uns wirklich geholfen, LA in einem Schnellprogramm kennenzulernen.
    Viele Grüße
    Jochen

  3. Danke für die coolen Tips. Wir hatten tatsächlich nur einen Tag und es war Mega, obwohl wir den Rodeo Drive und Bel Air ausgelassen haben und wetterbedingt leider keinen Sonnenuntergang in Venice Beach sehen konnten. Dafür war die Rückfahrt durch die beleuchteten Straßen von Beverly Hill sehr schön. Mein persönliches Highlight war der einstündige Strandspaziergang in Santa Monica! Thanks a lot for the wonderful day in LA!

  4. Klasse und Vielen Dank! Wir haben uns genau an die Vorgabe gehalten und können sagen: Das war perfekt! Nahezu Stressfrei Anfang November und man hat danach wirklich das Gefühl LA gesehen zu haben.

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