Während sich Milos im Laufe der letzten Jahre längst vom Geheimtipp zu einer der am stärksten besuchten Inseln der Kykladen entwickelt hat, hat sich die kleine Nachbarinsel Kimolos unter Griechenland-Urlaubern bislang kaum herumgesprochen. Dabei trennt nur eine schmale Meerenge die beiden Inseln voneinander, die nicht unterschiedlicher sein könnten: Geologisch und architektonisch sind sie sich zwar ähnlich, doch während der Massentourismus auf Milos mittlerweile ähnliche Ausmaße annimmt hat wie auf Mykonos oder Santorini, bleibt es auf Kimolos bisher noch beschaulich. Keine Luxushotels, keine überlaufenen Strände, keine verstopften Altstadtgassen. Während der Hauptsaison ist zwar auch auf Kimolos viel los, die meisten Besucher beschränken sich jedoch auf einen Tagesausflug ab Milos.
Selbstverständlich gibt es auf der kleinen Kykladeninsel mehr zu sehen als man an einem einzigen Tag entdecken kann. Welche Sehenswürdigkeiten und Highlights dich auf Kimolos erwarten und weshalb du das Inselchen besser so bald wie möglich auf deine Reiseliste setzen solltest, erfährst du in diesem Artikel.
Kimolos: Tipps & Wissenswertes
- Mit einer Größe von ca. 37 km² und nur ca. 800 Einwohnern gehört Kimolos zu den kleinsten bewohnten Kykladeninseln
- Da es keinen Flughafen gibt, kann Kimolos ausschließlich mit der Fähre vom griechischen Festland oder anderen Inseln erreicht werden
- Die größere Nachbarinsel Milos ist nur ca. 30 Min. Überfahrt entfernt
- Die Hauptreisezeit ist Juni bis September, außerhalb davon ist vieles geschlossen
- Kimolos eignet sich gut als Tagesausflug ab Milos, um die Insel wirklich kennenzulernen sind 3-5 Tage ideal
- Meine Top Highlights auf Kimolos: Der türkisblaue Prassa Beach, der Sonnenuntergang am Mavrospilia Beach, Übernachten in einem der traditionellen Bootshäuser (Syrmata) und eine Wanderung zum Pilzfelsen Skiadi
Mein Tipp: Zu den absoluten Highlights eines Urlaubs auf Kimolos gehört eine Bootstour zur nahegelegenen unbewohnten Insel Polyaigos. Plane dafür mindestens einen halben Tag ein. Diese Tour startet wahlweise ab Kimolos oder Milos:
Zur Bootstour nach Polyaigos*Der Hafenort Psathi
Egal ob du mit der großen Fähre von einer der umliegenden Inseln auf Kimolos ankommst oder mit der kleinen Fähre aus Pollonia auf Milos, am Hafenörtchen Psathi setzt du unweigerlich den ersten Fuß auf die Insel. Obwohl hier in den letzten Jahren durchaus ein wenig Infrastruktur dazugekommen ist, wirst du die typisch malerische Hafenkulisse wie man sie von anderen Kykladeninseln kennt in Psathi vermissen. Zwar gibt es auch hier eine Handvoll weiße Würfelhäuser und Cafés, Psathi ist aber vor allem praktisch. Eng verschlungene Altstadtgassen mit Souvenirläden und Tavernen sucht man vergeblich (dafür musst du in die Inselhauptstadt Chorio), stattdessen gibt es Mietwagenverleiher, ein paar Unterkünfte und einen kleinen Strand.

Ein bisschen Sightseeing geht trotzdem: Am südwestlichen Ende der Bucht, links vom Strand, siehst du bereits die ersten sogenannten Syrmata, die kleinen direkt in den Fels geschlagenen Bootshäuser mit bunten Toren, für die sowohl Kimolos als auch Milos bekannt sind. In Psathi bekommst du allerdings nur einen kleinen Vorgeschmack auf diese typischen Bootsgaragen, wirklich eindrucksvoll zeigen sie sich auf Kimolos vor allem in Goupa und Karras.
Chorio: Die zauberhafte Altstadt von Kimolos
Das typisch kykladische Altstadtfeeling, das man in Psathi vermisst, findet man in Chorio, der Hauptstadt von Kimolos. Chorio thront rund einen Kilometer landeinwärts auf einem Hügel am Fuße des Xaplovouni und ist schon von der Fähre aus gut zu sehen. Was von unten kompakt wirkt, entpuppt sich vor Ort als waschechte kykladische Chora mit engen Gassen, weißen Würfelhäusern mit bunten Fensterläden, Bougainvillea und jeder Menge kleinen Kirchen. Die zentrale Platia mit ihren Kafenia und Tavernen ist das Herzstück von Chorio. Auch rund um die Agora-Gasse, das bekannteste Fotomotiv von Kimolos, finden sich viele Bars, Cafés und kleine Läden.

Falls du eine durchweg lebhafte Altstadt wie auf anderen Kykladeninseln erwartest, wird Chorio dich jedoch enttäuschen: In Kimolos Hauptort kehrt meist erst gegen Abend Leben ein, da die Einheimischen die Hitze des Tages meiden und die Ausflügler sich tagsüber eher an den Stränden aufhalten. Kimolos ist touristisch (noch) nicht voll erschlossen, auch Kreuzfahrttourismus gibt es keinen, du kannst hier also wirklich noch ein Stückchen Kykladen in ihrer authentischen Form erleben.
Falls du genug Zeit mitbringst, lohnt sich von Chorio auch der kurze, aber knackige Aufstieg auf den Bergkamm des Xaplovouni. Dort stehen mehrere alte Windmühlen. Leider sind diese deutlich vom Verfall gezeichnet, aber allein der Ausblick über die Insel bis hinüber zur unbewohnten Insel Polyaigos ist die kurze Anstrengung wert.
Sehenswerte Kirchen & Museen in Chorio
Chorio war nicht immer die Inselhauptstadt: In der Antike befand diese sich an der Westküste, auf der heute teils im Meer versunkenen Insel Agios Andreas. Ihre Ruinen liegen noch immer auf dem Meeresgrund vor der Bucht von Ellinika und werden nach wie vor erforscht. Einige beeindruckende Ausstellungsstücke findest du im Archäologischen Museum von Kimolos, das sich in Chorio am Ende der Agora-Gasse gegenüber der Kathedrale Panagia Odigitria befindet.

Die Kathedrale selbst ist ebenfalls sehenswert: Von außen ist sie allein aufgrund ihrer Größe ohne Zweifel das imposanteste Gebäude der Insel und schon von der Fähre aus zu sehen. Aber auch ihre Geschichte beeindruckt, denn sie wurde im 19. Jahrhundert von den Inselbewohnern selbst mit vereinten Kräften innerhalb weniger Jahre errichtet. Im Inneren beherbergt sie eine wertvolle Ikone aus dem 15. Jahrhundert.

Kleiner, aber nicht weniger bedeutend ist die Kirche Agios Ionnis O Xrysostomos: Die Natursteinkirche aus dem 17. Jahrhundert sticht nicht nur optisch zwischen den ansonsten weißen Gebäuden und Kirchen hervor, sondern beherbergt im Inneren auch eine kunstvolle Ikonostase. Sie gehört zu den acht Kirchen auf Kimolos, die unter besonderem Schutz des griechischen Kulturministeriums stehen.
Das venezianische Kastro
Wie in jeder kykladischen Chora gibt es auch in Chorio ein Kastro-Viertel. Das Kastro bildet das historische Herz der Altstadt und stammt aus der Zeit der Venezianer. Die ab dem 13. Jahrhundert errichtete venezianische Wehrsiedlung mit ihren nach innen gerichteten Fenstern, Treppen und Türen schützte die Inselbewohner über Jahrhunderte hinweg effektiv vor Piratenüberfällen, denn nach außen sah man nichts als dicke, fensterlose Mauern.
Im Gegensatz zu anderen Inseln wie Mykonos, Folegandros, Sifnos oder Serifos, deren mittelalterliche Siedlungen zu den schönsten der ganzen Kykladen gehören, befindet sich das Kastro von Kimolos leider in keinem guten Zustand. Das Mesa Kastro, der innere Kern, ist fast komplett verfallen, darunter auch die ehemals älteste Kirche der Insel. Das Exo Kastro, der äußere Ring, ist deutlich besser erhalten, einige der zweistöckigen Häuser mit ihren Außentreppen sind bewohnt oder werden gerade renoviert und teilweise als Ferienunterkünfte vermietet.

Am nordöstlichen Tor des Kastro findest du auf den ersten Blick kaum sichtbar ein kleines Volks- und Schifffahrtsmuseum. Hier dreht sich alles um den Alltag früherer Generationen auf Kimolos, zu sehen gibt es alte Werkzeuge, Fischereizubehör und Trachten. Das Museum wird privat betrieben und ist daher nur unregelmäßig geöffnet.

Ein besonderes Highlight ist übrigens die Bar Brachera, die auf einer Terrasse inmitten der Ruinen des Kastro errichtet wurde. Neben der außergewöhnlichen Kulisse lockt auch die gute Auswahl an Cocktails, perfekt für einen Sundowner vorm Abendessen.
Skiadi: Wanderung zum Pilzfelsen
Mitten in der kargen Hochebene im Nordwesten von Kimolos wartet eines der eigenwilligsten Naturphänomene der ganzen Kykladen auf dich: der Skiadi, ein freistehender Felsen in Form eines überdimensionalen Pilzes. Über Jahrtausende hat der Wind das weichere Gestein im unteren Bereich abgetragen, während der härtere Fels darüber fast unverändert blieb. Das Ergebnis zählt heute zu den geologischen Denkmälern der Ägäis und lässt sich ausschließlich per Wanderung erreichen.
Los geht die Tour ca. 3 Kilometer nördlich von Chorio auf Höhe der Profitis Ilias Kirche. Bis dorthin kommst du problemlos mit dem Auto über eine Schotterpiste, parken kannst du am Wegesrand (Google Koordinaten Startpunkt: 36.80282, 24.56215, den genauen Streckenverlauf findest du in der Kimolos Google Karte). Vom Parkplatz aus folgst du zunächst der Straße, bald zeigen sich die ersten Wegweiser Richtung Skiadi. Folge diesen einfach, die Beschilderung ist auf der ganzen Strecke recht gut und du kannst dich eigentlich kaum verlaufen.
Nach ca. 3 Kilometern Fußmarsch auf alten Eselspfaden durch die typisch westkykladisch karge Landschaft erreichst du schließlich eine Art Plateau mit dem imposanten Skiadi von Kimolos, der schon aus der Ferne gut zu erkennen ist.

Zurück geht es auf demselben Weg. Falls du kein Auto hast oder sportlicher bist als ich, kannst du die Wanderung auch am Nordrand von Chorio starten statt an der Profitis Ilias Kirche. Das verlängert die Strecke um ca. 3 Kilometer, die Gesamtstrecke verdoppelt sich dadurch also von ca. 6 auf 12 Kilometer.
Goupa & Karras
Etwa 1,5 Kilometer östlich von Psathi und Chorio liegt eine der landschaftlich und architektonisch hübschesten Ecken von Kimolos. Goupa und das direkt angrenzende Karras sind weder klassische Strände noch richtige Dörfer, sondern etwas dazwischen: eine Handvoll terrassenartig gestapelte Häuser, ein paar Fischerboote, ein winziger Hafen und eine Küste, die in atemberaubenden Türkistönen leuchtet.
Das prägende Element hier sind die Syrmata, kleine Bootsgaragen mit bunten Toren, die direkt in den weichen Tuffstein geschlagen wurden. Auf Milos sind die Syrmata längst zur Touristenattraktion geworden und werden für viel Geld als Unterkünfte vermietet. In Goupa und Karras dagegen nutzen die ortsansässigen Fischer die Syrmata oft noch für ihren ursprünglichen Zweck (auch wenn sich mittlerweile einige davon ebenfalls mieten lassen).
In einem der traditionellen Bootshäuser zu übernachten ist definitiv ein Erlebnis. Auf Kimolos ist das im Gegensatz zur Schwesterinsel noch bezahlbarer, z.B. hier:
Boathouse Kimolos Rema*: Typisch kykladisch eingerichtet, direkt am Sandstrand von Rema – hier Preise anschauen*Das einzigartige Zusammenspiel aus bunten Türen, hellem Fels und türkisfarbenem Wasser gehört ohne Frage zu den fotogensten Motiven der ganzen Ägäis und hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass Kimolos überhaupt auf dem Radar vieler Reisender aufgetaucht ist.
Neben der Kulisse als Ganzes ist in Goupa eine Felsformation namens „The Elephant“ besonders beeindruckend. Aus dem richtigen Winkel betrachtet ist die Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen:


Eine Bucht weiter östlich liegt Karras, im Grunde eine Blaupause von Goupa: Auch hier findest du eine pittoreske Szenerie aus bunten Bootsgaragen, imposanten Felsen und türkisfarbenem Wasser. Falls du baden möchtest, musst du sowohl in Karras als auch in Goupa wahrscheinlich auf den Steinen liegen, denn sandige Abschnitte gibt es außer dem Rema Beach westlich von Goupa nur wenige.

Prassa Beach
Folgst du der Hauptstraße weiter Richtung Osten, kommst du zunächst am Strand von Klima vorbei, der direkt an der Straße liegt. Kurz danach führt eine Stichstraße hinunter zu Agios Minas, einem fjordähnlichen Küsteneinschnitt mit winzigem Hafen. Im 19. Jahrhundert spielte er beim Tuffsteinabbau eine Rolle, heute wirkt er eher trostlos, gibt aber einen guten Einblick in die Historie der Insel.

Fährst du die Hauptstraße immer weiter, erreichst du nach wenigen Minuten den Prassa Beach (auch Agios Georgios genannt), den mit Abstand schönsten Strand auf Kimolos. Er liegt im äußersten Nordosten und hat sich längst über die Grenzen der Insel hinaus herumgesprochen.

Neben Goupa und Karras mit den bunten Bootshäusern ist der Strand von Prassa für viele Urlauber der Hauptgrund für einen Besuch der winzigen Kykladeninsel. Kein Wunder, denn der feine, fast weiße Sand sorgt zusammen mit dem türkisfarbenen Meer für eine beinahe karibische Kulisse (nur die Palmen fehlen). Verantwortlich dafür sind die Kalkfelsen und Bentonit-Vorkommen der nahen Kendros-Halbinsel, die für einen hellen Meeresboden und leuchtendes Wasser sorgen.
Aber Achtung: Direkt hinter Prassa befindet sich dementsprechend eben auch die Bentonitmine. Am Strand selbst bekommt man davon wenig mit, dir werden allerdings auf Kimolos immer wieder LKW auf den Straßen begegnen, genau wie auf Milos.
Plane bei deinem Besuch in Prassa unbedingt auch einen Lunch im nahegelegenen Fischrestaurant Prasonisi ein. Die Preise sind nicht ganz günstig, wir haben dort aber wirklich fantastisch gegessen und die Kulisse ist sowieso traumhaft. Absolute Empfehlung!

Die schönsten Strände auf Kimolos
Neben dem Prassa Beach gibt es auf Kimolos noch einige weitere schöne Strände. Die meisten davon befinden sich im Süden und Westen und sind leicht mit dem Mietwagen erreichbar. Von Psathi bzw. Chorio aus erreichst du zuerst den Aliki Beach, den längsten Strand der Insel. Da es dort vergleichsweise kieselig ist, lohnt es sich, noch ein Stück weiter zu fahren bis zum Bonatsa Beach oder zum Kalamitsi Beach. Beide liegen ebenfalls windgeschützt im Süden, am Kalamitsi Beach findest du außerdem eine sehr gute Taverne, die auch abends noch geöffnet ist.
Fährst du weiter in nordwestlicher Richtung, erreichst du schnell die Westküste von Kimolos mit den Sandstränden Dekas, Ellinika und Mavrospilia. Du hast von allen aus einen Blick auf die teils bizarren Felsformationen und Felsnadeln, die hier aus dem Meer ragen und Kimolos Westen prägen. Ebenfalls sichtbar sind von hier aus die Reste der vorgelagerten kleinen Insel Agios Andreas, auf der sich in der Antike die Inselhauptstadt befand und deren Überreste noch heute auf dem Meeresgrund liegen.

Besonders zum Sonnenuntergang sind die Strände im Westen ein Muss, allen voran der Mavrospilia Beach. Hier gibt es während der Sommermonate sogar eine kleine Beach Bar mit Snacks und Drinks zu normalen Preisen, so dass du entspannt den Sonnenuntergang direkt am Strand genießen kannst.
Kimolos unberührter Norden
Wer auf Kimolos auch die letzten Ecken abseits der Touristenpfade entdecken möchte, biegt kurz vor Prassa in die einzige Abzweigung Richtung Norden nach Vromolimni ab. Die Piste endet direkt an der Küste, wo der Meltemi ungebremst gegen die teils steilen Klippen der Nordküste peitscht. Obwohl es hier zwei Strände gibt, eignet sich keiner der beiden zum Baden und je nach Wetterlage sind sie leider auch voll mit angeschwemmtem Müll.

Die hübsche Südküste weicht hier absoluter Einsamkeit und den rauen Naturgewalten der Ägais. Am schönsten ist es am späten Nachmittag wenn die Sonne schon etwas tiefer steht und die Landschaft in sanftes Licht getaucht wird.
Wenn du am Gioni Beach (der westliche der beiden Strände) weiter entlang der Küste gehst, stößt du sogar auf eine Mini-Version der berühmten weißen Kreidefelsen von Sarakiniko auf Milos. Nur eben ohne die Menschenmassen und vielleicht auch nicht ganz so spektakulär, aber dennoch sehenswert.


Wo übernachten auf Kimolos? Meine Hotel-Tipps
Auf Kimolos gibt es keine großen Hotels, sondern primär kleine Apartments und private Ferienunterkünfte, meist mit Frühstück oder zur Selbstversorgung. Die Insel ist sehr klein und die Distanzen kurz, daher ist jeder Standort gut geeignet als Ausgangspunkt zur Inselerkundung. Unsere Unterkunft waren die Kimolis Apartments*. Die kleine Anlage liegt zwischen dem Hafenort Psathi und Chorio, beides ist nur ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt. Das Frühstück morgens war abwechslungsreich und lecker.
Kimolis Apartments – hier Zimmer & Preise anschauen*
Wenn du lieber mitten im Geschehen wohnst und abends nach dem Tavernenbesuch direkt ins Bett fallen willst, ist eine Unterkunft in der Chora besser:
Stella’s House*: Ein Traum in Pastellfarben mitten in der Altstadt – hier Preise anschauen*Kulinarische Highlights & Restaurant-Tipps für Kimolos
Aufgrund der Nähe zur gehypten Insel Milos sind die Restaurants auch auf Kimolos etwas teurer als auf den ursprünglicheren Inseln, liegen aber preislich noch im Mittelfeld. Neben den schon genannten Tipps kann ich diese Restaurants & Cafés empfehlen:
To Kyma (Psathi): Das To Kyma hat seine Tische direkt am Strand von Psathi platziert. Spätestens wenn du dort mit den nackten Füßen im Sand bei einer Seafood Pasta sitzt, kommt offiziell Urlaubsfeeling auf. Tagsüber kann es aufgrund der Tagesausflügler und der Nähe zum Fähranleger voll werden, am Abend ist die Stimmung entspannter.
Palaia Agora Grill (Chorio): Mitten auf der Agora-Gasse serviert die Grilltaverne typisch griechische Fast Food Klassiker wie Pita Gyros, Souvlaki oder Dakos zu vernünftigen Preisen. Wir haben hier mehrfach abends gegessen und waren immer happy.

Stavento (Chorio): Dort bekommst du superleckere Eiscreme, ziemlich sicher die beste der Insel. Unbedingt probieren!
Weitere Tipps für die Insel Kimolos
Anreise nach Kimolos
Kimolos hat keinen Flughafen, die Anreise erfolgt per Fähre. Du kannst entweder mit der Fähre aus Athen anreisen oder du fliegst via Athen auf die Nachbarinsel Milos und setzt von dort aus mit der Fähre über. Von Pollonia auf Milos verkehrt den ganzen Tag die kleine Autofähre Osia Methodia, die Überfahrt dauert nur knapp 30 Minuten. Tickets dafür gibt es nur vor Ort auf der Fähre, du kannst dir aber zuvor die Fahrzeiten der Osia Methodia anschauen. Alternativ fahren auch ab Adamas auf Milos (dem Haupthafen) große Fähren nach Kimolos.
Du fliegst also zunächst nach Athen oder Milos, günstige Flugverbindungen suche ich immer via Skyscanner:
Günstige Flüge nach Athen bzw. Milos finden*Dann buchst du dir dazu passend eine Fährverbindung nach Kimolos, entweder ab Athen (Piräus) oder ab Milos. Statt nach Milos zu fliegen, kommst du natürlich auch mit der Fähre auf die Insel. In jedem Fall lohnt es sich, Kimolos und Milos zu einem Inselhopping miteinander zu verbinden. Nimmst du noch Sifnos und Serifos mit auf in deine Route, wird ein klassisches Westkykladen-Inselhopping daraus. Über Ferryhopper kannst du Fähren suchen und dir deine Route zusammenstellen:
Zur Fährsuche via Ferryhopper*Buche die Fährtickets unbedingt vorab, viele Fährverbindungen in Griechenland sind in den Sommermonaten Wochen im Voraus ausgebucht. Die kleine Osia Methodia findest du hier übrigens nicht, nur die Verbindungen ab Adamas mit den großen Fähren.
Herumkommen auf Kimolos
Wenn du von Kimolos etwas sehen willst, benötigst du ein Mietfahrzeug. Ein kleiner PKW ohne Allrad reicht aus. Ich buche Mietwagen normalerweise immer vorab bei Check 24; als ich auf Kimolos war, existierte die kleine Insel allerdings auf keiner einzigen Mietwagenbuchungsplattform. Eventuell hat sich das zwischenzeitlich geändert:
Mietwagen auf Kimolos finden*Gebucht habe ich also direkt vor Ort am Hafen bei Rent a Car Kimolos (RAC) und hatte keine Probleme, der Betreiber ist sehr nett. Reserviere wenn möglich trotzdem immer vorab, denn gerade auf kleinen Inseln mit vielen Tagesbesuchern ist spontan meist kein Auto zu bekommen, erst recht nicht für mehrere Tage. Kommst du aus Milos und hast dort schon ein Fahrzeug gemietet, kannst du es nach Absprache mit der Vermietung auch auf der Autofähre ab Pollonia mit nach Kimolos nehmen.

Die beste Reisezeit
Kimolos fliegt touristisch noch unterm Radar, daher beschränkt sich die Hauptreisezeit auf die Monate Juni bis September. Während es im Juli und August durchaus sehr voll werden kann, inklusive vollkommen ausgebuchter Unterkünfte und Parkplatzchaos, steht man im Mai oder Oktober nicht selten vor verschlossenen Restaurant- und Supermarkttüren. Ich war Anfang Juni auf Kimolos und alles war schon geöffnet, aber noch sehr entspannt. Deine Unterkunft solltest du unabhängig vom Reisezeitraum immer rechtzeitig buchen, denn die Anzahl der Betten ist auf der kleinen Insel einfach begrenzt.
Hast du noch mehr Tipps für Kimolos? Dann lass gern einen Kommentar da!
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