Der Petersdom und der Aufstieg zur Kuppel: Tipps für Deinen Besuch

Wer als Tourist in Rom unterwegs ist, kommt am berühmten Petersdom nicht vorbei. Dabei steht der Petersdom eigentlich nicht einmal in Rom selbst, sondern im Vatikan, dem kleinsten Stadtstaat der Welt. Was es im Vatikan alles zu sehen und zu beachten gibt, wieviel Zeit Ihr für einen Besuch des Petersdom einplanen solltet, wieviel der Spaß kostet und ob es sich lohnt – das erfahrt Ihr hier.

Der Petersdom in Rom

Der Petersdom ist eine der größten Kirchen der Welt. Der Bau dauerte rund 120 Jahre, fertig gestellt wurde er zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Höhe des Doms reicht zwar nicht ganz an die des Kölner Doms oder des Ulmer Münster heran, seine Bedeutung ist dennoch immens. Der Vatikanstaat mit dem Petersdom ist der Wohn- und Amtssitz des Papstes, man kann hier also getrost vom Zentrum der römisch-katholischen Kirche sprechen. Selbst wenn man nicht gläubig ist, sollte man einen Ort mit solch einer Bedeutung nicht verpassen.

Der Petersdom selbst steht auf dem Petersplatz, in dessen Mitte sich ein Obelisk befindet. Hinter dem Dom sind Gärten angelegt und neben den vatikanischen Museen, einigen Amts- und Nebengebäuden und der Sixtinischen Kapelle, in der sich die berühmten Deckenmalereien von Michelangelo befinden, war es das auch schon mit dem Vatikanstaat.

Fun Fact: der Vatikan hat ein eigenes Postamt, über das Ihr ganz oldschool Postkarten nach Hause schicken könnt. Die Postkarte mit der vatikanischen Briefmarke wird sicher bei allen ein Highlight sein!

Lust auf noch mehr Fun Facts zum Vatikan?

Petersdom Rom Vatikan (1)

Petersdom Rom Vatikan (3)

Petersdom Rom Vatikan (4)

Petersdom: Anreise, Eintrittspreis und Kleiderordnung

Am einfachsten erreicht Ihr den Petersplatz mit der Metro Linie A, Station Ottaviano. Keine Sorge, das Metro System in Rom ist leicht zu verstehen, es gibt nämlich nur ganze zwei Linien. Wir raten Euch generell eher davon ab, in Rom die Tram oder die Buslinien verstehen und nutzen zu wollen – gefühlt fährt hier jeder und alles wie er/es will, nur nicht nach Plan.

Die beste Zeit für einen Besuch des Doms ist am frühen Morgen. Spätestens nach 10 Uhr wird die Schlange Hunderte Meter lang (die meisten asiatischen Reisegruppen trudeln um diese Uhrzeit ein) und Ihr müsst mit einer Wartezeit von 1-2 Stunden rechnen. Am späten Nachmittag lichtet sich die Schlange wieder, aber je nachdem wie lange Ihr bleiben wollt, bleibt Euch dann eventuell zu wenig Zeit bevor der Dom seine Pforten schließt (genaue Öffnungszeiten gibt es hier unseres Wissens nicht, es kommt immer darauf an, welche Gottesdienste am jeweiligen Tag stattfinden).

Der Eintritt ist kostenlos. Beachtet allerdings, dass Ihr durch einen Security Check müsst: spitze Gegenstände, Regenschirme, Glasflaschen etc. müssen draußen bleiben. Eure Kleidung sollte ebenfalls schulterbedeckend und insgesamt nicht zu knapp sein. Wer also in Shorts und bauchfreiem Trägertop auftaucht, der kann sich sicher sein, dass er abgewiesen wird – egal wie lange er vorher angestanden hat. Im Hochsommer ist das etwas schwierig, am besten tragt Ihr ein mindestens knielanges Kleidungsstück und ein Shirt mit kurzen Ärmeln bzw. nehmt Euch ein leichtes Jäckchen zum Drüberziehen mit.

Petersdom Rom innen

Petersdom Kuppel von innen

Der Aufstieg in die Kuppel

Nur ein Wort: Challenging! Vor allem bei Temperaturen jenseits der 30 Grad.

Aber von vorne: In die Kuppel des Petersdom kommt Ihr nicht einfach von innen, wenn Ihr im Dom seid. Der Weg dorthin führt über ein Nebengebäude, dieses findet ihr zur Rechten des Doms. Hier gibt es zwei Optionen: A – Ihr fahrt den ersten Teil des Weges nach oben mit dem Aufzug und geht den Rest zu Fuß oder B – Ihr geht alle Treppen komplett zu Fuß.

Eintrittspreis: Zu Fuß 5€, mit Aufzug 7€ (Stand: 2015).

Da wir jung und nicht fußkrank, aber arm sind, sind wir den ganzen Weg zu Fuß gegangen. Nun ja, halbwegs fit sollte man schon sein…

Aufstieg Kuppel Petersdom

Kuppel Petersdom Treppe

Aber Achtung: Wer unter Platzangst leidet, wird auf den letzten Metern der Treppe in der Kuppel ein Problem bekommen. Es wird hier wirklich sehr eng, man sollte weder besonders groß noch besonders breit sein. Auf der Kuppel selbst geht es auch recht muckelig zu, man quetscht sich lediglich geschützt durch einen Gitterzaun (durch den nicht gut festgehaltene Gegenstände prima durchfallen können) mit ca. drölftausend anderen Menschen auf die schmale Plattform. Dafür ist der Ausblick, der einen oben angekommen erwartet wirklich fantastisch und alle Mühe wert. Seht selbst:

Petersplatz Blick von Kuppel

Unsere Tipps für den Besuch des Petersdom

  • Um lange Warteschlangen zu vermeiden, solltet Ihr früh da sein
  • Wollt Ihr auch die Kuppel des Doms sehen, besucht zuerst die Kuppel! Der Ausgang auf dem Rückweg befindet sich im Petersdom, auf diese Art müsst Ihr nicht noch einmal vor dem Dom anstehen
  • Angemessene Kleidung wird erwartet, kleidet Euch zumindest schulterbedeckend
  • Plant für den Besuch des Doms 1-2 Stunden ein, für den Aufstieg in die Kuppel mindestens 30 Minuten, Aufenthalt auf der Kuppel ebenfalls ca. 30 Minuten. Jeweils zuzüglich Anstehen
  • Wollt Ihr auch noch in die Sixtinische Kapelle, solltet Ihr einen kompletten Tag für den Besuch des Vatikans einplanen. Der Eintritt für die Sixtinische Kapelle kostet 16€, man kann allerdings vor Ort ein vergünstigtes Kombiticket für die Kapelle + Kupell kaufen. Der reguläre Roma Pass* hilft Euch hier nicht weiter, da der Vatikan ausgeschlossen ist!
  • Die schlechtesten Tage für einen Besuch sind der Mittwoch (Audienz des Papstes -> full house) und Sonntag (Museen inkl. Sixtinische Kapelle sind geschlossen; außer am letzten Sonntag im Monat, hier ist der Eintritt frei -> full house)

Schnelle Fakten Petersdom:

  • Anfahrt: Metro A, Station Ottaviano
  • Beste Zeit: Morgens
  • Bester Tag: Alle außer Mittwoch und Sonntag
  • Eintrittspreis: Kostenlos
  • Tipp: Erst die Kuppel besuchen, dann den Dom
  • Sonstiges: Schulterbedeckende Kleidung tragen

Petersdom Rom bei Nacht (1)


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1 comment
  1. Danke Katrin !

    “Endlich bestiegen wir das Dach der Kirche, wo man das Bild einer wohl gebauten Stadt im kleinen findet. Häuser und Magazine, Brunnen, (dem Ansehn nach) Kirchen und einen großen Tempel, alles in der Luft, und schöne Spaziergänge dazwischen. Wir bestiegen die Kuppel und besahen die hell-heitere Gegend der Apenninen, den Berg Soracte, nach Tivoli die vulkanischen Hügel, Frascati, Castel Gandolfo und die Pläne und weiter das Meer. Nahe vor uns die ganze Stadt Rom, in ihrer Breite und Weite mit ihren Bergpalästen, Kuppeln usw. Es rührte sich keine Luft, und in dem kupfernen Knopf war es heiß wie in einem Treibhaus. Nachdem wir das alles beherzigt hatten, stiegen wir herab und ließen uns die Türen zu den Gesimsen der Kuppel, des Tambours und des Schiffs aufschließen; man kann um selbe herumgehen und diese Teile und die Kirche von oben betrachten. Als wir auf dem Gesims des Tambours standen, ging der Papst unten in der Tiefe vorbei, seine Nachmittagsandacht zu halten. Es fehlte uns also nichts zur Peterskirche.” (Italienische Reise)

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