Katrin am Palm Beach auf Aruba

Reiseblogger werden: So bleibt Dein Reiseblog garantiert erfolglos!

BEFOREWEDIE.DE ist jetzt gerade einmal ein paar Monate jung und so langsam tauchen wir immer tiefer ein in die Reiseblogger-Welt. Erste Erkenntnis: OMFG gibt es viele von uns! Man fühlt sich regelrecht erschlagen von der Fülle des Angebotes, denn es gibt schier unzählige Reiseblogs, allein im deutschsprachigen Raum. Um einmal Zahlen zu nennen: Unglaubliche 1200+ sind es laut Flocutus’ Lesercharts. Dazu kommen Unmengen an Instagram Accounts mit teilweise extrem hohen Followerzahlen, die das Thema „Travel“ allein durch Fotos vollständig zu bedienen scheinen. Ich glaube, jeder von uns hat sich schon einmal die Frage gestellt, wie man es schafft, in dieser Masse noch irgendwie herauszustechen. Wie kann man Leser für sich begeistern? Wollen Leser überhaupt noch Leser sein oder reichen ihnen ein paar schnöde Bildchen bei Instagram? Wie versumpft der eigene Blog, in dem so viel Mühe und Arbeit steckt, nicht in der anonymen Menge?

Da wir selbst (noch?) keine Antwort auf diese Fragen haben, liegt nichts näher als Reiseblogger zu fragen, die schon etwas länger dabei sind und das teilweise sehr erfolgreich. Deshalb haben wir 12 Reiseblogger zum Mini-Interview gebeten und Antworten auf die Frage gesucht, welcher der entscheidende Faktor dafür ist, dass ein Reiseblog erfolglos bleibt.

Um es vorweg zu nehmen: DEN entscheidenen Faktor gibt es nicht. Überraschung! Aber lest selbst – Hier sind die Antworten und Tipps von 12 Reisebloggern:

12 Reiseblogger verraten ihre besten Tipps: Erfolgloser Reiseblogger werden – so gehts!

 

Fee-Jasmin Rompza

Fee-Jasmin von FeeIstMeinName

Instagram: @feemail

Facebook: FeeIstMeinName

 

 

 

 

“Es ist immer die Rede davon, dass man eine Nische haben muss, um erfolgreich zu sein. Ich bin anderer Meinung. Ich denke, dass man Persönlichkeit haben muss, um erfolgreich zu sein. Im Gegenzug bedeutet das: Ein Blog ohne Seele, ohne Wiedererkennungswert, ein Blog der nicht lebt, der nicht mit Begeisterung für die Sache gefüllt ist und dessen Autor das Bloggen nicht liebt, wird deutlich geringere Chancen haben, in Erinnerung zu bleiben. Es gibt Blogs, die werden mit dem Ziel gestartet, damit Geld zu machen oder kostenlose Reisen abzugreifen. Das ist zwar legitim, meiner Meinung nach aber der falsche Ansatz. Ich liebe Blogs, denen man anmerkt, dass der Blogger seine Erlebnisse aus Leidenschaft teilt, dass man seinen Empfehlungen Glauben schenken kann und dass sie nicht aus einem Gefühl der Verpflichtung heraus entstehen. Ein Blog lebt durch seine Bilder, seine Texte und denjenigen, der sie erstellt, durch seine individuelle Note und seinen Blick auf die Dinge. Häufig fehlt genau dieser individuelle Ansatz und das ist meiner Meinung nach der entscheidende Faktor dafür, dass ein Blog in der Bedeutungslosigkeit verbleibt.”

 

Daniel Dorfer

Daniel von Fernwehblog

Instagram: @reiseblogger

Facebook: Fernwehblog

“Die entscheidenden Faktoren um als Reiseblogger in der Flut von Reiseblogs nicht ganz unterzugehen sind erst einmal Kontinuität und Qualität. Dran bleiben, jede Woche interessante und hilfreiche oder auch einfach nur schöne Artikel bloggen. Manchmal reichen auch ein paar tolle Bilder von Euren Reisen um neue Besucher zu generieren und auch die Vertreter aus der Tourismusbranche auf Dich aufmerksam zu machen. Dennoch schadet es nicht an den Agenturen und Destinationen dran zu bleiben, sie in die Postings in den Sozialen Medien mit einzubinden. Auch die Spezialisierung auf eine Sparte ist in der unübersichtlichen Bloggerlandschaft hilfreich. Wenn man diese Spezialisierung dann auch noch in den entsprechenden Foren und Gruppen bei Facebook publik macht und auch mit den anderen Nutzern diskutiert, dann bekommt man auch schnell eine wachsende Gruppe an Fans und sticht ein wenig aus der Menge heraus.”

 

Florian Blümm

Florian von Flocutus 

Facebook: Flocblog

“Warum ein Reiseblog nicht gelesen wird hat meiner Meinung nach wenig mit Nische, Design, tollen Fotos oder Social Media zu tun. Die allermeisten Leser kommen bei einem Reiseblog über Google. Blogger, die sich das zu Herzen nehmen arbeiten am nachhaltigsten. Das heißt aber nicht, dass die Suchmaschine im Vordergrund steht. Du musst nicht Keywords in langweilige Texte packen, bis es knallt oder was auch immer aktueller SEO-Trend ist. Suchmaschinenfokus heißt, dass der Leser im Vordergrund steht und Du als Blogger einen Schritt zurücktrittst.
Es gibt einfach nicht genug Menschen, die sich für Dein Reisetagebuch interessieren, außer Dein Name ist Lady Gaga. Das heißt nicht, dass Reisegeschichten unwichtig sind, aber sie müssen für den Leser relevant sein und möglichst mit handfester Information oder zumindest Inspiration gemischt sein. Letztendlich zählt für den Leser und damit auch für Google der Mehrwert, den ein Blog bietet. Alles andere ist Zuckerguss.”

 

Andreas Scherer

Andreas von MyCanUsa

Instagram: @scherer_andreas

Facebook: MyCanUsa

“Ganz einfach, der Reiseblog wird nicht gebraucht und wird deshalb anhaltend erfolglos bleiben.Was heißt das jetzt, nicht gebraucht? Ich bin der Auffassung, dass ein Blog selbst dann Besucher bekommt, wenn man nicht viel Werbung macht. Vor einigen Jahren hätte ich noch anders argumentiert. Doch heute, wo Content der zentrale Aufhänger von SEO ist, kann jeder Blog automatisch Besucher bekommen. Einzige Voraussetzung ist, dass der Besucher den Content braucht oder zumindest haben will. Dies können Suchmaschinen heute schon relativ gut beurteilen. Blog Posts mit 3 Wörtern und einem Bild braucht man nicht.
Es wird immer gesagt, dass der Blog dem Leser einen Mehrwert bieten muss. Das sehe ich auch so. Hier 4 Beispiele für Blog Posts, die man nicht braucht:
– Inhalt 1:1 von einem anderen Post oder Wikipedia kopiert und den Titel geändert.
– Ein Post, der kein Problem des Lesers löst.
– Oberflächlicher Post, der Allgemeinwissen wiedergibt, z.B. “In Florida kann es warm sein”.
– Der Inhalt bzw. Titel ist weder polarisierend, unterhaltend noch informativ.
Hast Du es nun geschafft, regelmäßig Posts der Kategorien 1-4 zu schreiben, bist Du auf dem sicheren Weg einen Blog zu haben, den man nicht braucht. Aber Content alleine wird einen Blog nicht wirklich erfolgreich machen. In den letzten Jahren ist der Kampf um die Returning Visitors immer größer geworden. Deshalb ist aus meiner Sicht ein persönliches Momentum auch gut dazu geeignet einen Blog zu schaffen, den man nicht braucht. Das schaffst Du eigentlich ganz einfach: Konsequent keine Kommentare beantworten und bloß nichts von sich Preis zu geben. Ein Reiseblog, der sich wie eine Kopie von einem Reiseführer liest, wird Absprungraten größer 70 Prozent nicht verlassen.”

 

Christian von my-travelworld

Christian von My-travelworld

Facebook: My Travelworld

 

 

 

“Der entscheidende Faktor, warum ein Reiseblog erfolglos bleibt? Fehlende Leidenschaft – sowohl für das Reisen als auch für das Schreiben. Klar fährt jeder gerne in den Urlaub und schreibt mal ein paar Zeilen darüber. Damit es aber für einen Reiseblog reicht, muss man wirklich gerne erlebte Geschichten stimmungsvoll erzählen, von außergewöhnlichen Reisehindernissen oder -freuden berichten, einen Mehrwert bieten sowie Spaß und einen Faible für das Schreiben haben. Gerade letzteres ist enorm wichtig, denn wenn man sich jedes Mal für einen neuen Artikel ewig lang motivieren muss, wird der Reiseblog recht schnell verwaisen.
Ich denke, Ihr, Katrin und Christian, habt da ganz gute Karten, schließlich schreibt Ihr, dass Euer Blog “Euer Herzensprojekt” ist – und wo sonst im Körper findet man mehr Leidenschaft … “

(Anmerkung der Redaktion: Ja, das ist er wirklich! <3 )

 

Alex und Sandra von Niedblog

Alex (und Sandra) von Niedblog

Instagram: @niedblog

Facebook: Niedblog

“Letztlich gibt es für den Erfolg eines Reiseblogs meines Erachtens vor allem drei Säulen: 1. Spezialisierung und Profilierung, 2. Ehrgeiz und Ausdauer, 3. Qualität statt Quantität.

Zu 1.: Ein Blogger ist nicht gut beraten damit, heute über die besten Unterkünfte unter 20 Euro zu schreiben und morgen eine Luxus-Villa auf Bali vorzustellen. Spezialisierung heißt vor allem über Themen zu schreiben, für die man sich selbst begeistern kann. Reisearten vorzustellen, die man selbst verkörpert und mit denen man sich identifizieren kann. Das merkt auch der Leser und die Inhalte werden um ein Vielfaches glaubwürdiger!

Zu 2.:Die Idee, einen Blog ins Netz zu setzen und mit schönen Eindrücken zu füllen, ist nicht neu. Der eine macht es für Freunde und Verwandte, der nächste hofft auf tolle Reisen oder gar Geld damit zu verdienen. Doch neben allem Ehrgeiz kommt es vor allem auf Ausdauer an: Online-Projekte entwickeln sich, sie wachsen meist in den ersten Jahren (ja, Jahren!) langsam und brauchen Zeit, bis sie eine Eigendynamik entwickeln. Wer nach 10 Artikeln schlapp macht, weil er mit 100 Lesern im Monat unzufrieden ist, sollte gar nicht erst anfangen!

Zu 3.: Klar gibt es sie, die Beispiele erfolgreicher Medien, bei denen allzu oft Masse vor Klasse steht. Doch seien wir ehrlich: Als kleiner Blogger, der allein mit seinen Inhalten punktet, kommt es vor allem auf Qualität an. Statt sich starre Fristen und Vorgaben zu setzen, zum Beispiel zwanghaft drei Artikel pro Woche zu schreiben, solltet ihr lieber alles dafür geben, dass am Ende die Qualität stimmt. Dabei geht es nicht darum, den Pulitzer Preis zu gewinnen, sondern für eure (potenziellen) Leser echte Inspiration und Mehrwerte zu schaffen.”

 

Sebastian Canaves

Sebastian von Off The Path

Instagram: @offthepath

Facebook: Off The Path

“Wahrscheinlich hast du diese Antwort schon von anderen Bloggern erhalten, aber ich reihe mich da einfach mal ein: Deine Inhalte sind das Allerwichtigste! Mal eben schnell einen 500 Wörter Beitrag mit vielen Bildern zu veröffentlichen, brachte dich vielleicht noch 2010 zum Erfolg. Heute reicht das allerdings nicht mehr! Zwar haben deine Leser keine hohe Konzentrationsspanne, wenn sie online unterwegs sind, dennoch wünschen sie sich locker geschriebene und detaillierte Beiträge, die ein Problem lösen oder sie dazu inspirieren, etwas zu tun oder zu ändern. Ich denke, dass dies auch wirklich der beste Weg ist, um einen Blog heute noch erfolgreich zu machen – Sei persönlich, transparent und biete Hilfestellung vor und hinter dem Blog!
Das ist natürlich nur einer von mehreren wichtigen Erfolgsfaktoren. Neben qualitativ hochwertigen und unterhaltsamen Inhalten ist natürlich auch die Vermarktung und das Branding des Blogs wichtig, ebenso wie eine gute SEO-Optimierung.”

 

Daniela Wiese

Daniela von Sinne und Reisen

Instagram: @sinneundreisen

Facebook: SinneundReisen

“Erfolg ist so eine Sache. Jeder will ihn und wenn er ausbleibt, ist der Frust groß. Aber was ist Erfolg? Ist ein Blog erfolgreich, wenn er 1.000 Newsletter Abonnenten hat oder 5.000 Facebook Follower? Am Ende definiert das jeder für sich selbst. Für mich ist Erfolg Einstellungssache und hat mit nackten Zahlen nichts zu tun. Für mich bedeutet Erfolg, dass ich mit dem Erreichten zufrieden bin. Jeder steckt doch seine Ziele anders. Der eine möchte Tausende Follower haben, weil er damit bessere Chancen auf eine gute Kooperation und somit auch Absichten hat, seinen Blog zu monetarisieren. Andere freuen sich über viele Gleichgesinnte, mit denen man sich austauschen kann. Für mich gibt es daher nicht den einen entscheidenden Faktor, warum ein Blog erfolglos bleibt. Ich denke, dass jeder Blog erfolgreich sein kann, gemessen an den Erwartungen des Bloginhabers. Denn wenn man sich seinen eigenen Erwartungen bewusst ist und nicht den Empfehlungen anderer gedankenlos hinterherrennt, bleibt man sich treu. Und das zahlt sich am Ende immer aus.”

 

Janett von Teilzeitreisender

Janett von Teilzeitreisender

Instagram: @teilzeitreisen

Facebook: Teilzeitreisender

 

 

 

 

“Die Frage, die man sich grundsätzlich stellen muss, ist die Frage nach „Was ist bedeutungslos/erfolglos?“. Wer hinter seinem Produkt/Reiseblog steht – das Thema nicht nur des Geldes wegen angeht und in sein Projekt Herzblut und Energie steckt, der wird Erfolg haben. Einen Erfolg kann man beim Bloggen auch nicht in Zahlen messen. Ein Nischenblog kann mit 1500 – 2000 Followern schon Erfolg haben, weil er genau die Zielgruppe anspricht, die sich dafür interessiert. Ein Beispiel? Reisen zu Motocross-Events. Eher als Nischensport bekannt wird sich hier nur ein Fan hin verirren. Für den passt es dann 100 %.”

 

 

Laura-Lee von The Travellette

Laura-Lee von The Travellette

Instagram: @thetravellette

Facebook: TheTravellette

 

 

 

 

“Ich denke, was einen Blog von der Masse abhebt und nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden lässt ist ein Mix aus vielen Dingen. Zum einen ist regelmässiger und interessanter Content sehr wichtig. Aber auch die Präsenz und Hilfsbereitschaft auf dem Blog und auf den Social Media Kanälen spielt eine große Rolle. Das Allerwichtigste ist meiner Meinung nach jedoch Beständigkeit. Viele Leute geben nach kurzer Zeit schon auf, weil sie denken ein Blog ist eine easy Einnahmequelle und der Erfolg kommt über Nacht, aber gerade das braucht eben Zeit.”

 

Chris und Marie von Worldonabudget

Chris und Marie von WorldonaBudget

Instagram: @worldonabudget.de

Facebook: Worldonabudget

 

 

 

 

 

“Ein Reiseblog, der ohne Spaß geschrieben wird, wird auch niemals richtigen Erfolg haben! Natürlich ist Erfolg auch immer eine Definitionssache, denn aus einer monetären Sicht betrachtet werden die wenigsten Reiseblogs jemals wirklich erfolgreich werden. Und das Geld als einzigen Beweggrund für die Erstellung eines Reiseblogs zu haben, dürfte normalerweise nicht funktionieren und ist zum Scheitern verurteilt. Vielmehr sollte der oben genannte Spaß im Vordergrund stehen. Genauso wie das Reisen an sich Spaß bereitet. Nicht nur, das wissen wir auch sehr gut 😉 Aber ähnlich verhält es sich auch mit dem Reiseblog. Hin und wieder sind die einzelnen Aufgaben nervig und ganz selten möchte man vielleicht sogar vor Frust alles hinschmeißen. Aber im Großen und Ganzen sollte die Pflege des Reiseblogs Freude bereiten. Abgesehen davon werden es eure Leser merken, wenn euer Reiseblog eher lustlos betrieben ist. Spätestens nach dem dritten hingeschmierten Artikel mit dutzenden Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern wird euch auch der treueste Fan davonlaufen. Stimmt eure Einstellung und seid ihr mit der nötigen Konstanz sowie harter Arbeit (noch zwei sehr wichtige Faktoren) dabei, wird sich der Erfolg auch nach und nach einstellen!”

 

 

Camillo Pfeil

Camillo von WorldTravlr.net

Instagram: @worldtravlr_net

Facebook: Worldtravlr.net

“Leidenschaft und Lust sind zwei Dinge, die zunächst unerlässlich für einen guten Reiseblog sind und der Antrieb sein sollten. Denn nur wer die Leser mit seinen Geschichten, Bildern, Videos, etc. in den Bann ziehen kann, wird auch auf Dauer erfolgreich sein. Seine ersten Stammleser baut man sich zumeist in der Familie und unter Freunden auf, die einen dann weiterempfehlen. Eine weitere gute Möglichkeit sich bemerkbar zu machen ist das Kommunizieren mit anderen Reisebloggern oder in relevanten Communities. Mit seiner Stammleserschaft gewinnt der Blog dann nach und nach an Bedeutung und Relevanz. Hat man diese erste Hürde überwunden, darf man allerdings den technischen Teil nicht außer Acht lassen, denn ein entscheidender Faktor für jeden bzw. auch unseren Erfolg sind eine gute Auffindbarkeit in Google. Wer es schafft, sich mit seinen Themen auf der ersten Seite zu platzieren, gewinnt schnell an Erfolg. Doch in der Regel sind gute Platzierungen nicht so einfach zu besetzten, es sei denn, ihr habt ein sehr spezielles Thema bzw. eine Nische, über die ihr schreibt. Man sollte seinen Blog also keinesfalls planlos starten, sondern ihm vorher eine klare Ausrichtung geben und diese als roten Faden nutzen.”

 

Uff. Verdammt viel Information. Damit ein wenig Struktur in die Sache kommt, fassen wir hier nochmal kompakt alle Tipps für anhaltende Erfolglosigkeit Deines Reiseblogs zusammen (nicht dass sich versehentlich noch Leser außer Deinen Freunden auf den Blog verirren).

5 Tipps, um ein erfolgloser Reiseblogger zu werden

Tipp 1: Halte Deinen Blog möglichst unpersönlich. Niemand will wissen wer Du bist und was Du machst. Am besten schreibst Du wie in einem Reiseführer. Das ist schön neutral und bietet viele Informationen, die garantiert an keiner anderen Stelle zu finden sind.

Tipp 2: Hab von Anfang an die Monetarisierung des Blogs im Auge. Ein Projekt, das nicht schnell Geld abwirft, ist es nicht wert weiter betrieben zu werden. Sollte sich nach ca. 10-20 Artikeln à 500 Wörtern (max.) noch kein Erfolg eingestellt haben, spar Dir den Aufwand.

Tipp 3: Scheiß auf SEO. Du schreibst für Menschen, nicht Maschinen. Am besten kommen immer detaillierte Reiseberichte an. Sowas wie “Unser Roadtrip durch die USA – Tag 1: Halli hallo ihr Lieben, heute waren wir ganz schön viel unterwegs. In Florida ist es gerade echt warm! Gut, dass wir ein Auto mit Klimaanlage genommen haben! […] Naja, wie auch immer, morgen gehts für uns weiter Richtung Süden. Mal schauen was wir da so machen.”

Tipp 4: Social Media Präsenz ist wichtig, aber übertreib es nicht. Es ist wichtig, dass Du viele Follower hast, dann wissen gleich alle Agenturen bescheid, dass Du zu den erfolgreichen Bloggern gehörst. Am besten Du kaufst welche (damit das nicht sofort auffällt unbedingt auch Likes dazu kaufen!). Mehr brauchst Du hier nicht zu tun, insbesondere solltest Du nicht auf jede dusselige Frage irgendwelcher Leser antworten. Das kostet nur Zeit, die Du für wichtigere Dinge brauchst, Blogbeiträge schreiben zum Beispiel.

Tipp 5: Schreib regelmäßig Beiträge, am besten jeden Tag mindestens einen. Nur so bringst Du schnell Inhalte auf Deine Seite. Bei der Qualität musst Du dann eben ein wenig Abstriche machen. Das ist aber nicht schlimm, die meisten Deiner Leser haben ohnehin die Aufmerksamkeitsspanne eines Eichhörnchens. Ein paar Bilder, 2-3 Sätze wo das war und was Du dort gemacht hast, 10-15 Affiliate Links pro Beitrag, das reicht. Reschtschrebun oder 1 Paar Tipfehlerr sind nicht dei REde wert, kannst du rihig drinnlassen, dasS mekt Keiner!!!11

Befolgst Du konsequent diese Tipps und übergehst sämtliche Ratschläge der hier vertretenen Reiseblogger, besteht keine Gefahr, dass Dein Reiseblog zu irgendeinem Zeitpunkt versehentlich positiv auffallen könnte!

Ok, Spaß beiseite. Unser ernst gemeintes Fazit: Wir glauben, dass wir viele der genannten Punkte schon ganz gut machen, dennoch haben uns einige Aspekte sehr zum Nachdenken angeregt. Insbesondere Danielas Sicht der Dinge, dass Erfolg immer das ist, als was man es selbst für sich definiert. Erst wenn man das für sich festgelegt hat, kann man dem eigenen Blog die entsprechende Richtung geben und ihn zu dem machen, was er für einen selbst sein soll.

Vielen Dank an alle für fürs Mitmachen! Danke, dass Ihr Euer Wissen und Eure Gedanken mit uns teilt und Euch so viel Mühe gegeben habt.

Jetzt seid Ihr gefragt: Habt Ihr noch Ergänzungen oder Tipps? So richtige Erfolgsverhinderer-Knaller? Dann ab in die Kommentare damit!

Hat dir der Artikel gefallen?

17 comments
  1. Interessante Liste! Und so viele unterschiedliche Sichten! aber: Darf ich dir einen Tipp geben? Die Schrift in deinem Artikel ist sehr klein und dünn. Auch dies könnte manche Leute abschrecken. auch ich habe Probleme, diesen a-rtikel zu lesen, weil zu anstrengend für die Augen. Deshalb hab ich manchen Absatz nur überflogen. Ja, ich weiß, dass ich die Schrift an meinem Laptop größer einstellen kann. Aber die Mühe mag ich mir nicht immer machen.
    Ein Blog sollte einfach und ohne großen Aufwand erreichbar und lesbar sein.
    Viel Erfolg weiterhin!
    LG
    Ulrike

    1. Hi Ulrike, da sagst du was…ich stimme dir zu und hätte sie auch gerne größer. Aber ich bekomme es technisch aktuell nicht anders hin, weil es beim Ändern der Schriftgröße die komplette Formatierung des Blogs zerschießt. Aber diese Baustelle ist erkannt und ich kümmere mich mal darum wenn mehr Zeit ist 😉

  2. Toller und informativer Artikel. Ich bin über Instagram auf Euren tollen Blog aufmerksam geworden. Ich habe selbst einen als Herzensprojekt ins Leben gerufen. Da ich aber schon Haupt- und Nebenjob habe, bleibt es derzeit auch einfach beim Herzensprojekt. Das ist mein Erfolg – etwas zu haben, das ich mit meinem Mann zusammen mache. Nicht für meine Kunden oder meine Chefin. Macht weiter so! Herzliche Grüße, Sylvia

    1. Hi Sylvia, dankesehr 🙂 Das stimmt, der Zeitaspekt ist auch einfach ein ganz wesentlicher Faktor, der darüber bestimmt wieviel man wirklich umgesetzt bekommt. Daran hängt es bei uns definitiv auch.
      Liebe Grüße (und ebenfalls toller Blog, in Frejus waren wir kurioserweise sogar auch schon 😉 )

  3. Da muss ich Ulrike recht geben. Und wenn du schon am Design bist: Ich würde eine leichter lesbare Schrift für die Titel wählen. Aber eigentlich wollte ich etwas anderes schreiben.

    Ich denke, das Wichtigste ist das Miteinander in der Bloggerszene, dann hast du 80 % deiner SEO-Probleme schon gelöst. Verlinke auf andere Blogs. Teile Ihre Beiträge. Natürlich so, dass der andere es merkt. Früher oder später, wir der andere auch dich verlinken oder reposten.

    Gruss,
    Oli

    1. Hi Oli, auf jeden Fall! Das machen wir auch schon nach Kräften, gegenseitigen Support finde ich sehr wichtig.
      Was die Schrift der Titel angeht: Die ist leider maßgeblich verantwortlich für den Stil des Blogs, von daher erstmal nicht diskutabel. Aber ich habe sie ein wenig vergrößert, vielleicht hilfts ja.

  4. Hey Katrin, ein wirklich sehr toller Bericht. Es ist sehr spannend, auch mal die Sicht der anderen Blogger zu hören! LG Regina

  5. Hallo Ihr Lieben!
    Vielen Dank für den spannenden Beitrag! Wow! Irgendwie klingt das ja alles recht einfach umzusetzen und dann aber auch irgendwie doch nicht.. mein Blog ist erst 2 Monate alt und tatsächlich wie bei einem Kind – jetzt schon mein ganzer Stolz! Ich stecke so viel Mühe in die Gestaltung und es macht sooo Spaß! 🙂 Alleine das ist eigentlich schon ein tolles Gefühl, etwas Produktives zu schaffen, was man nur aus eigenem Willen, Leidenschaft und Disziplin macht!
    Und dann merkt man auf einmal, wie viele andere Blogger es gibt und irgendwie wäre es natürlich doch schön, auch ein wenig solcher Aufmerksamkeit zu bekommen. Manche haben dann so viele Follower zB bei FB oder Instagram, dass automatisch eine Art Zahlen-Druck bei mir aufkommt.. Das ist irgendwie schade und ich frage mich, wann ist mein Blog “erfolgreich”?
    Viele meiner Freunde fragen mich “und, wie läuft Dein Blog?” Dann weiß ich gar nicht, was ich antworten soll…
    Ursprünglich dachte ich, den Blog nur zum eigenen Vergnügen zu “basteln”, jetzt fühle ich mich schon öfter unter Druck gesetzt.. Geht es Euch auch so?
    Viele Grüße, Katrin

    1. Hi Katrin…jein. Den Zahlen-Druck in den sozialen Medien verspüre ich nicht, einfach weil mir bewusst ist, dass eine hohe Followerzahl kein guter Indikator für Erfolg ist. Was die Fragen von Freunden oder Bekannten angeht schon eher, weil hier teilweise Vorstellungen herrschen, die weit entfernt sind von der Realität. Da gibt es manch entgeisterten Blick, wenn man auf die Frage “Und, habt ihr damit jetzt schonmal Geld verdient?” mit einem ebenso entgeisterten “Nein?! Was glaubst du denn? Der Blog ist 3 Monate alt :D” antwortet. Während sich noch vor 3-4 Jahren niemand vorstellen konnte, wie man mit Bloggen Geld verdienen kann, denken inzwischen viele, dass man mit Bloggen sehr schnell viel Geld verdienen kann und dieses äußerst lukrative Geschäftsmodell bei Ihnen nur daran scheitert, dass sie sich abends einfach nicht mehr dazu aufraffen können, ein bisschen was zu tippen :p
      Aber ich mache da auch nicht groß den Erklärbär…ich weiß wieviel Arbeit drinsteckt. Und die macht mir Gott sei Dank sehr viel Spaß, sonst würde es nicht gehen. Liebe Grüße (dein Blog ist mir übrigens schon positivaufgefallen, man sieht, dass du viel Wert legst auf ein ansprechendes Design 🙂 )

  6. Ein schöner Artikel und es steckt viel Wahres drin. Ich glaube, wenn der eigene Blog einem Spaß macht und man es nicht als Einnahmequelle angegangen ist, wird der Leser das merken und der Blog wird irgendwann “laufen”. Ich bin auch erst seit einem guten 0,5 Jahr dabei und es macht Spaß. Ich habe weder Geld verdient (war aber auch nicht mein Ziel) noch habe ich eine riesige Followerzahl. Trotzdem mache ich genau so weiter. Ich denke mir immer “es ist mein Blog und meine Spielregeln” und er gefällt mir so wie er ist. Sicherlich wird es immer mal kleinere Veränderungen geben, aber das große Ganze im Stil, Art und Aufbau wird bleiben. Ich sag mir einfach, wem es nicht gefällt kann das kleine Kreuz oben in der Ecke drücken 🙂 Mit diesen Gedanken kann man sich selber Druck nehmen und man hat viel Spaß am Bloggen.
    VG
    Iris

  7. Hihi, die 5 Tipps sind super 😀 Mir sind auf Anhieb leider ein paar Blogs eingefallen, die genau so schreiben… Puh.
    Umso schöner, die vielen tollen Erfahrungswerte und Tipps hier gesammelt präsentiert zu bekommen.
    Liebe Grüße,
    Ela

    1. Hi Ela…das Beispiel war auch mit einem Augenzwinkern gemeint, wir treffen nämlich auch immer wieder auf Blogs, bei denen die Inhalte genau so aussehen 😉 Für uns als Leser ist sowas immer ein wenig frustrierend, man ist schließlich auf der Suche nach Informationen und die fehlen in solchen Artikeln leider häufig fast vollständig. Von daher versuchen wir das besser zu machen 🙂 LG

  8. Ich gehe einfach mal von der Definition aus: Erfolg=Anzahl Leser .
    Meiner Meinung nach ist die Mischung aus all den Antworten das Richtige. Ohne Seo wird es heute schwer. Aber ohne Liebe zum Detail und mit der richtigen Motivation hält man sich auch nicht seine Stammleser. Eine Nische ist natürlich nett, beschränkt aber auch die möglichen Themen.

  9. Hallo liebe Kathrin!

    Vielen Dank für den hilfreichen und lustigen Artikel. Ich musste an der ein oder anderen Stelle wirklich schmunzeln.
    Ich selbst habe im März 2019 mit meinem Blog angefangen und werde versuchen alle Tipps (nicht) so umzusetzen. Gerade am Anfang sind es viele Themen, die auf einen einströmen.

    Liebe Grüße

    Anja 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You May Also Like