New York Cronut

Der New York Cronut – Is it worth the Hype?

New York City ist bekannt für seine kulinarischen Highlights. Ob der New York Cheesecake, die Cupcakes der Magnolia Bakery oder das New Yorker Franchise Shake Shack Burger – der Big Apple ist schon lange Geburtsstätte von Food-Trends. Der Cronut in New York ist der neueste Hype. Erfunden vom Franzosen Dominique Ansel im Jahr 2013 in Soho, stehen die New Yorker seitdem jeden Morgen für einen Cronut Schlange vor seiner New Yorker Konditorei. Wenn Ihr Euch jetzt fragt, was bitteschön ein Cronut ist und ob sich das Anstehen auch für Touristen mit begrenztem Zeitbudget lohnt – das verraten wir Euch in diesem Artikel.

Es ist Sonntag morgen in New York City. Für Ende November ist es ungewöhnlich mild, dennoch machen wir uns dick verpackt um 7:30 Uhr auf den Weg nach Soho. Unser Ziel ist die Dominique Ansel Bakery in der Spring Street. Hier backt das Team um den Pastry-Guru Ansel täglich etwa 300 seiner gehypten Cronuts für die wartende Kundschaft. Sind diese 300 Stück verkauft, gibt es für diesen Tag keine weiteren. Also heißt es früh aufstehen und in die Schlange einreihen.

Was ist der Cronut?

Der Cronut ist ein Hybrid aus Croissant-Teig und einem Donut. Aha! Der Blätterteig, die Grundlage des Cronuts, muss drei Tage ruhen, bis die gewünschte Lockerheit erreicht ist. Dann wird der Blätterteig frittiert, mit Zuckerguss versehen und mit einer Creme gefüllt. Der Geschmack der Füllung wechselt jeden Monat, so gibt es etwa Vanille-Toffee oder Blaubeere-Holunder. Die jeweils aktuelle Füllung wird auf der Homepage bekannt gegeben.

Als wir kurz nach 8 Uhr in der Spring Street ankommen, hat sich bereits eine lange Schlange gebildet, in die wir uns brav einreihen. Das Warten zieht sich, bis schließlich gegen kurz vor 9 ein Mitarbeiter die Türe öffnet, sich vor die Reihe stellt und das Prinzip für alle erklärt.  Jeder Kunde darf 2 Cronuts zum Preis von 5.50 Dollar das Stück erwerben. Wir rechnen also durch: Die Anzahl der Wartenden vor uns, etwa 50 Leute, ca. 300 Cronuts gibt es insgesamt zu kaufen – wir sollten heute Glück haben. Nach und nach werden die Kunden in die Bäckerei gelassen, bis wir uns vor der Theke befinden und an die Reihe kommen dauert es eine gefühlte Ewigkeit. Doch schließlich schnappt sich jeder 2 Cronuts mit Toffee-Vanille-Topping, diese werden uns in einer schicken Box eingepackt und wir sind gut 20 Dollar für das Frühstück los. Kann man ja mal machen, #YOLO und so.

Dominique Ansel Bakery

Cronuts in the making

Dominique Ansel Bakery

Pastries Dominique Ansel Bakery

Sitzmöglichkeiten gibt es in der Dominique Ansel Bakery eher keine, also müssen wir uns erst noch den passenden Ort suchen, um das Gebäck-Highlight zu probieren. Wir fahren mit der Metro zum Battery Park, wo wir die Cronuts hungrig auspacken und verspeisen.

New York Cronut

New York Cronut

New York Cronut

Der Hype um den Cronut in New York

Das Time-Magazin kührte den Cronut 2013 zu einer der besten Erfindungen des Jahres. Nicht erst seitdem stehen die New Yorker jeden Morgen Schlange für Ansels Meisterwerk. Der Franzose hat es damit zu einigem Ruhm geschafft. Promis wie Leonardo di Caprio stehen gerne mal an lassen anstehen für den Cronut, sogar der Französische Präsident Hollande telefonierte angeblich bereits mit Ansel um diesen für seine Kreation zu beglückwünschen. Der Franzose ist mittlerweile auf Expansionskurs und hat in Tokio eine Bäckerei eröffnet. Auch in London soll es noch bis spätestens Ende 2016 eine neue Filiale geben. Yes!

Update vom November 2016: Die Londoner Filiale ist nun da und Daniela von Sinne und Reisen hat den Londoner Cronut bereits getestet! (Spoiler: Er ist genauso lecker wie in New York 😉 )

Wie schmeckt der Cronut denn nun?

Na, was glaubt Ihr wohl? Lecker natürlich! Aber vor allem eines: fettig. Der Cronut ist eben ein Blatterteiggebäck, das obendrein auch noch mit einer Creme gefüllt ist – vom Gebäckring zum Hüftring quasi. Hrhrhr. Nach unseren zwei Cronuts waren wir jedenfalls den ganzen Tag herrlich satt und mussten zu unserem Entsetzen wegen des fehlenden Hungers sogar einen erneuten Besuch bei Wendy’s Burger ausfallen lassen. Skandal!

Ihr seid ganz angetan und wollt bei Eurem nächsten New York Besuch auch unbedingt einen Cronut haben?

Hier sind unsere Tipps für Euren Besuch in der New Yorker Cronut Bäckerei:

1. Die Bäckerei öffnet wochentags (Montag bis Samstag) um 8 Uhr, sonntags um 9 Uhr. Seid 30-60 Min. vor der Öffnung da, sonst ist die Schlange bereits zu lang und die Chancen einen Cronut zu bekommen sinken

2. Es gibt ca. 300 Cronuts pro Tag, jeder Kunde darf 2 Stück kaufen. Wenn ihr in der Schlange ankommt, zählt durch – sind schon 150 Leute vor euch, vergesst es für diesen Tag

3. Wollt ihr keinen Cronut, sondern einfach so in die Bäckerei, müsst ihr euch nicht in der Schlange anstellen!

4. Die Cronuts können auch vorbestellt werden. Hier gibt es allerdings eine Mindestabnahmemenge, so dass es sich nur lohnt falls ihr eine große Gruppe seid

5. Wenn ihr schon einmal dort seid, solltet ihr auch den DKA, Dominique’s Kouign Amann, probieren. Angeblich schmeckt dieses Teilchen noch besser als der Cronut. Wir haben es leider verplant – Erfahrungsberichte dazu also gerne an uns!

Unser Fazit

Wer nach New York reist, sollte sich den Cronut nicht entgehen lassen. Wenig Zeit? Gilt nicht. Ihr müsst sowieso so früh aufstehen um euch in der Schlange anzustellen, so dass ihr bis 10/11 Uhr fertig seid. Und mal ehrlich – würdet ihr sonst früher zum Sightseeing losgehen? Na also. Den Preis von 5.50$ empfanden wir für New Yorker Verhältnisse als moderat bis ok und wenn man nicht so gefräßig ist wie wir, kann man sich auch auf einen Cronut pro Person beschränken. Wir wurden unterwegs immer wieder von Leuten auf unsere Cronut Boxen angesprochen, manche wollten uns die Gebäckstücke sogar abkaufen. Der ganze Besuch hat definitiv Event-Charakter und lecker sind die Dinger auch. Also: Wecker stellen und los!

4 comments
  1. Cronuts sind verdammt lecker und Dominique Ansel ist wirklich schon Kult. Ich fahre Ende November nach London und ein Besuch in seinem neuen Laden ist ein Muss. Als ich in New York war, hab ich das irgendwie verschlafen, aber das wird nun nachgeholt. 😉

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