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2016, It was a blast: Unser Jahresrückblick in Bildern

Wenn es eine Sache gibt, die mich am Jahresende immer so richtig nervt, dann sind es dämliche Adventskalender mit völlig sinnbefreiten Inhalten, mit denen man aus allen Ecken des Blogger-Universums zugeworfen wird. Ich schwöre hiermit hoch und heilig, dass es auf BEFOREWEDIE niemals einen Adventskalender geben wird. Niemals (und zum Glück das Thema ja nun auch vorerst durch). Was ich hingegen immer ganz nett finde, sind Jahresrückblicke. Es ist schön, sich nochmal vor Augen zu führen, was man im vergangenen Jahr alles erlebt hat, was man geschafft hat und was nicht so gut lief. Michael von Erkunde die Welt hat zum fotografischen Halbjahresrückblick aufgerufen und da unsere Reisen in 2016 tatsächlich alle auf das zweite Halbjahr fielen, wird das nun zeitgleich unser Jahresrückblick.

Das erste Halbjahr des Jahres war gelinde gesagt ein bisschen übel und sehr Kräfte zehrend, an Reisen war überhaupt nicht zu denken. Dafür war die Zeit danach umso besser: Wir waren tatsächlich das erste Mal in unserem Leben in der Karibik und haben St. Maarten und Aruba kennengelernt, wir haben einen Roadtrip durch den Südwesten der USA hinter uns gebracht und haben Prag einen Besuch abgestattet.

Damit das alles nicht zu wirr wird, hat Michael glücklicherweise ein paar Kategorien vorgegeben, an denen wir uns nun entlang hangeln und das Jahr 2016 fotografisch Pürree massieren Revue passieren lassen (ok, den Witz versteht jetzt wieder k1er….). Los gehts mit unseren schönsten Fotos aus 2016!

Tierisch

Flamingo Beach Aruba

Im Sommer dieses Jahres sind wir relativ spontan in die Karibik geflogen. Wir wollten unbedingt weg, aber bis Mai war überhaupt nicht klar wann/wie/wo wir dieses Jahr noch weg können, weil uns diverse Prüfungen und Termine auf Trab gehalten und jegliche Planung unmöglich gemacht haben. Als sich das dann vom einen auf den anderen Tag geklärt hat war endlich Land in Sicht und wir haben wirklich ohne groß zu überlegen Flüge nach St. Maarten und Aruba gebucht. Weil einfach: Scheiß drauf. Das Jahr war bis dahin übel genug. Ich wollte schon seit Ewigkeiten einmal im Leben den berühmten Flamingo Beach auf Aruba sehen und diesen Wunsch habe ich mir im Sommer endlich, endlich erfüllen können.

Nachts

Im September hat es uns für einen Roadtrip entlang der Westküste in die USA verschlagen. Dabei sind wir komplett von San Francisco hinunter nach L.A. gefahren, dann ins Landesinnere und wieder zurück nach San Francisco. Eine der ersten Stationen gleich nachdem wir den Highway 1 hinter uns gebracht haben (das klingt jetzt so negativ, ist aber nicht so gedacht…der Highway 1 ist wirklich unfassbar schön!) war Venice Beach, wo wir während unserer Zeit in L.A. auch gewohnt haben. Venice Beach war irgendwie komplett anders als erwartet und die Eindrücke von dort haben sich nachhaltig in meinem Kopf eingebrannt. Venice Beach ist Fluch und Segen zugleich, mich hat die Stadt wirklich berührt. Das Foto zeigt das berühmte Venice Beach Sign bei Nacht.

Venice Beach bei Nacht

Gebäude

Jetzt wirds kompliziert, denn 2016 stand eher im Zeichen von Natur und Landschaften als im Zeichen von Orten, in denen es besonders viele Gebäude zu bestaunen gibt. Daher wandle ich die Kategorie im Sinne der künstlerischen Freiheit um zu ‘Brücken‘. Denn da gibt es ehrlicherweise sehr viel mehr zu zeigen in diesem Jahr. Allen voran die Königin der Brücken, die Golden Gate Bridge in San Francisco. Wir waren zu Beginn und am Ende unseres Roadtrips durch den Südwesten in San Francisco unterwegs und konnten die Golden Gate Bridge gefühlt aus jedem Winkel sehen und fotografieren. Was wir Euch besonders empfehlen können ist eine Radtour über die Brücke rüber in die kleine Hippiestadt Sausalito, wovon man einen wahnsinnigen Blick auf ganz SFO hat.

Golden Gate Bridge

Unser zweites Brückenbild ist noch gar nicht so alt, erst im November waren wir für ein paar Tage in Prag. Prags Wahrzeichen ist ohne Zweifel die Karlsbrücke mit den imposanten Statuen, die die Brücke zieren. Leider ist die Karlsbrücke zu jeder Tageszeit wirklich brechend voll mit Menschen, es herrscht dort so ein Andrang, dass man normalerweise kein einziges ordentliches Foto hinbekommt, weil man alle paar Sekunden gnadenlos angerempelt wird (Menschen, die durchs Bild laufen sind wirklich das kleinere Problem…). An Tag 2 hatten wir die Nase so voll davon und ich wollte nicht ohne ein schönes Bild wieder abreisen, so dass wir uns allen ernstes morgens in aller Herrgottsfrühe zur Karlsbrücke gequält haben. Herausgekommen sind einige der schönsten Fotos, die ich bisher mein Eigen nennen darf und ab sofort werden wir uns wohl leider öfter mal morgens aus dem Bett quälen für tolle Fotos.

Sehenswürdigkeiten Prag Karlsbrücke

Gewachsen

Das ist einfach: Monument Valley! Gibts etwas Abgefahreneres als die Gesteinsformationen mitten im wilden Westen? Während unseres Roadtrips haben wir uns eine Nacht mitten im Valley gegönnt und haben den UN-FASS-BARSTEN Sonnenaufgang aller Zeiten erlebt.

Blick auf Monument Valley

Berühmt

Auch das wird einfach. Beim Stichwort “berühmt” liegt Los Angeles nunmal auf der Hand. Auch L.A. haben wir bei unserem Roadtrip erkundet und dabei keinen der obligatorischen Spots in der Stadt ausgelassen. Die Stadt ist riesig, aber wenn man organisiert und mit Plan rangeht (das können wir Deutsche ja gut 😉 ), kann man die sehenswertesten Spots in 1-2 Tagen schaffen. Wie das geht, haben wir sogar in einem L.A. Travel Guide zusammengefasst.

Los Angeles | Venice Beach

Das schönste Foto

Unser schönstes Foto passt irgendwie nirgendwo so richtig rein, deswegen habt Ihr es hier auf dem Blog auch bisher noch nicht gesehen. Das Bild entstand im September während einer Fahrt durch die Mojave Wüste in Kalifornien. Wir haben morgens die Küste und L.A. verlassen und wollten eigentlich erstmal Richtung Palm Springs fahren, das Ziel für den Abend war Kingman in Arizona als Ausgangspunkt für unsere lebensmüde Wanderung zu den Havasu Falls im Grand Canyon. Leider kam uns unterwegs ein wenig Outletshopping dazwischen (joa mei…) und dann haben wir uns noch spontan für einen Abstecher durch den Joshua Tree Nationalpark entschieden. Irgendwie wurde es ziemlich spät und wir haben eine andere Strecke genommen als ursprünglich angedacht…und plötzlich waren wir mitten in der Mojave Wüste unterwegs. Je tiefer wir hinein fuhren, desto wärmer wurde es, irgendwann hatte es 42 Grad. Die Sonne begann so langsam unterzugehen und wir fuhren ewig, wirklich ewig, mutterseelenallein durch die Wüste. Kein Auto hinter uns, kein Auto vor uns, kein Auto kam uns aus der anderen Richtung entgegen. Am Straßenrand standen immer wieder Ansammlungen von einsamen Briefkästen, manchmal gab es dazu ein paar Meter weiter tatsächlich ein einsames Haus, wir haben aber keine Menschenseele gesehen. Es war das erste Mal, dass wir diese unendliche Weite der USA gesehen und erlebt haben, von der alle immer sprechen. Das Bild entstand während des Sonnenuntergangs mitten in der Einsamkeit der Mojave Wüste, als wir das erste Mal kurz ausgestiegen sind um das alles zu begreifen.

Wenn wir das Jahr 2016 möglichst kurz zusammenfassen müssten: Crazy Shit! Wir haben in diesem Jahr so viele tolle Orte gesehen und Reisen gemacht, dass wir irgendwann nicht mehr wussten wohin mit all den Eindrücken. Das zusammen mit den Erfahrungen der Jahre zuvor war letztendlich auch ausschlaggebend dafür, dass wir nun endlich mal diesen Blog hier auf die Beine bestellt haben. Im August sind wir mit BEFOREWEDIE an den Start gegangen und wir haben noch nicht ansatzweise über alles berichtet, worüber wir gerne berichten möchten. In der Pipeline ist Stoff für die nächsten 2-3 Jahre. Freunde, uns werdet Ihr so schnell nicht mehr los 😉

2016- It was a blast! And the best is yet to come.

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22 comments
  1. Woow 🙂 Ein Bild schöner als das Andere.
    Ich bin ja ganz verrückt nach Flamingos, muss auch unbedingt mal nach Aruba 🙂 Eure Instagram Fotos machen auf jeden Fall Lust auf Mee(h)r 🙂
    Liebe Grüße
    Saskia

  2. Ihr seid ja echt rumgekommen, wow! Tolle Bilder. Das Bild von Monument Valley find ich persönlich am besten und einfach spitzenmäßig! Die Flamingos auf Aruba würde ich auch gerne einmal sehen. Der Artikel zum Flamingo Beach war super, den habe ich mir gerade mal durchgelesen – sehr witzig geschrieben und die Begeisterung für pinke Vögel am Strand in der Karibik kann ich sehr gut nachvollziehen. 😀 Vielleicht hätte ich mich letztes Jahr eher für Aruba als für Curacao entscheiden sollen, aber whatever… Bucket List Dinge. (YOLO und so – so ist es! ;))
    Alles Gute und viele liebe Grüße! Nathalie

    1. Sehr schön, dass es noch mehr Menschen gibt, die so komische Dinge auf ihrer Reiseliste stehen haben 😉 Und Aruba vs. Curacao…da muss ich leider sagen, dass du tatsächlich auf der “falschen” Insel warst :p Curacao ist nicht gerade eine Schönheit (auch wenn das Schnorcheln und Tauchen dort fantastisch sein soll) und kann in punkto Strände (und Flamingos!) nicht mit Aruba mithalten. Mich würde noch Bonaire interessieren…aber ich glaube, Aruba ist tatsächlich mit Abstand die schönste der ABC-Inseln und sogar eine der schönsten in der Karibik 🙂
      Lieben Gruß

  3. Hey ihr 2 🙂

    Ich muss gestehen, ihr hattet mich schon nach dem Flamingo 😀
    Wunderbare Bilder, die beiden Sonnenuntergänge gefallen mir ganz besonders gut. Hab euch mal in meinem eigenen Beitrag zur Fotoparade verlinkt 🙂

    Schöne Grüße,
    Caro

  4. Grossartige Bilder und wow, der Sonnenaufgang im Monument Valley. Der Hammer! Da würd ich als Morgenmuffel sogar vor der Sonne aufstehen. Ausnahmsweise 😉

    Liebe Grüsse & ein gigantisches 2017. Auf Berichte bin ich gespannt und zum Glück bin ich Dank dem Round-Up Post von Zweiheit auf Euch gestossen.

    LG aus Westaustralien,
    Reni

  5. Servus Bärtiger und Bartlose 😉

    Sehr schöner Beitrag mit klasse Fotos!
    Am besten gefällt mir das “Gewachsen”. Sehr cool! Die Sonne sieht da wirklich riesig aus.

    Euer persönliches, schönstes Bild gefällt mir auch sehr gut. Hat irgendwo so etwas symbolträchtiges für mich. Der Weg ist das Ziel…

    In diesem Sinne – have fun
    Horst

    1. Hallo Horst, danke für die Blumen 😉 Das Bild mit der Sonne…joa…es sieht wirklich verrückt aus, man muss aber ehrlicherweise sagen, dass das eher ein “Unfall” war. Wir haben es auf die Schnelle nicht hinbekommen die Kamera passend einzustellen und weil die Sonne schon fast komplett da war musste alles sehr schnell gehen. Herausgekommen dabei ist dann dieses Bild. In der Realität war die Sonne nicht ganz so riesig, aber weniger beeindruckend als auf dem Bild war es dennoch nicht.
      Viele Grüße, Katrin

  6. Hi Katrin,

    bei den anderen Beiträgen habe ich mir immer einen oder zwei Favoriten raus gepickt. Das mache ich hier nicht, die sind einfach alle schön anzuschauen.

    LG Thomas

    1. Jetzt werde ich ein bisschen rot 😉 Das von jemandem zu hören, der das mit dem Fotografieren selbst viel besser drauf hat, ist natürlich toll. Danke dir! 🙂
      LG, Katrin

    1. Wer hätte es gedacht :p Du hattest im Link zu deinerm Blog einen kleinen Typo, ich war so frei ihn zu korrigieren, so dass man dich auch erreichen kann 🙂 Liebe Grüße

  7. Wow, wunderschöne Fotos hast du hier zusammen getragen. Ich mag die Farben, die Stimmungen und ganz besonders habe ich das “Gewachsen”-Bild ins Herz geschlossen – wirklich mega!

    Herzliche Grüße, nossy

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